Zur Finissage der Ausstellung „was ich anhatte ...“ am 29. November im Kreisverwaltungsreferat, Ruppertstraße 11, werden Empowerment und Selbstbestimmung von Betroffenen als Möglichkeiten des Überlebens und Lebens nach sexualisierter Gewalt in den Mittelpunkt gestellt. An diesem Tag ist ist die Ausstellung von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Von 17 bis 19 Uhr findet zudem ein Infomarkt statt. Dort können sich Besucher*innen der Ausstellung über die vielfältigen Angebote der Fach- und Beratungsstellen, Einrichtungen, Initiativen und Unterstützungsangebote in München informieren, die zu sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt arbeiten.
Am Infomarkt vertreten sind unter anderem folgende Organisationen, Fachstellen und Projekte: Beratungsstelle Frauen*notruf München, Amyna e.V. – Verein zur Abschaffung von sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt, KIBS – Beratung bei Missbrauch und häuslicher Gewalt für Jungen* und junge Männer*, IMMA – Initiative für Münchner Mädchen*, Wildwasser München – Fachstelle für Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt gegen Frauen* und Mädchen*, KO – kein opfer e.V., App Safe Now, Slutwalk München, das Projekt Lou&You, K105 – Kommissariat für Opferschutz der Münchner Polizei, Fachstelle MoNa – Moderation der Nacht / Sozialreferat, Fachstelle Frau, Gesundheit und Gendermedizin / Gesundheitsreferat, Frauen*nachttaxi und örtliche Gleichstellungsbeauftragte Kreisverwaltungsreferat, Gleichstellungsstelle für Frauen.
Im Anschluss an den Infomarkt gibt es ein Podiumsgespräch mit Nina Fuchs, Rosa Jellinek und Alice Westphal, das von Marija Latković moderiert wird. Thema des Gesprächs ist „Die Macht der Schuldzuweisung. Victim-Blaming und Intersektionalität im Fokus – Wege zu Empowerment und Selbstbestimmung“.
Überlebende sexualisierter Gewalt sehen sich oft der belastenden Anschuldigung ausgesetzt, eine (Mit-)Schuld an den ihnen zugefügten Taten zu tragen. In dem Podiumsgespräch wird das Thema Victim Blaming, einschließlich der verstärkenden Einflüsse von beispielsweise patriarchalen Strukturen, Queerfeindlichkeit oder Antisemitismus beleuchtet. Es wird darüber gesprochen, wie diese Dynamiken das Alltagsleben und die psychische Gesundheit Betroffener beeinflussen und welche Strategien sie entwickeln können, um über ihre Erfahrungen zu sprechen. Zudem betrachtet werden effektive Formen des Widerstands und der Resilienz sowie die Rolle der Sprache in der Wahrnehmung Überlebender.
Die Teilnahme an dem Podiumsgespräch ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aufgrund erhöhter Sicherheitsanforderungen wird es an dem Abend Taschenkontrollen geben. Teilnehmer*innen werden gebeten, auf die Mitnahme von großen Taschen oder Rucksäcken zu verzichten. Die Ausstellung „was ich anhatte ...“ wird im Kreisverwaltungsreferat, Ruppertstraße 11, Erdgeschoss, gezeigt und ist barrierefrei zugänglich. Sie findet im Rahmen der Münchner Aktionswochen gegen Gewalt an Frauen, Mädchen, Jungen und nonbinären Menschen statt und wird vom Kreisverwaltungsreferat und der Gleichstellungsstelle für Frauen in Kooperation mit KO – kein opfer e.V. gezeigt.
Weitere Informationen zu den Aktionswochen und zur Ausstellung unter https://gleichberechtigung-schuetzt-vor-gewalt.de/aktionswochen.
Warnung: Der Besuch der Ausstellung kann aufwühlen. Es kann hilfreich sein, diese in Begleitung von Freund*innen oder Familienmitgliedern zu besuchen, die unterstützen können.