Das Referat für Bildung und Sport und das Baureferat haben jetzt dem Sportausschuss und dem Bauausschuss den aktuellen Sachstandsbericht zum Sportbauprogramm vorgelegt. Die beiden Ausschüsse haben die Sitzungsvorlage vorberaten und empfehlen der Vollversammlung des Stadtrats die Genehmigung des Sportbauprogramms. Mit der Fortschreibung des Sportbauprogramms setzt die Stadt ihren Kurs für den Ausbau und die Modernisierung der städtischen Sportinfrastruktur trotz der angespannten Haushaltslage konsequent fort. Seit der erstmaligen Verabschiedung 2017 konnten zahlreiche Projekte realisiert und Münchens Bürger*innen moderne und bedarfsgerechte Sportstätten zur Verfügung gestellt werden.
Das Sportbauprogramm besteht aus drei Teilen. Teil 1 umfasst Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen auf bestehenden städtischen Freisportanlagen, Teil 2 Sportgroß- und Sonderprojekte und Teil 3 die Förderung von Vereinsbaumaßnahmen.
Der Neubau beziehungsweise die Modernisierung der bestehenden städtischen Freisportanlagen erfolgt in sogenannten Maßnahmenpaketen mit je vier Projekten. Seit 2017 wurden drei Maßnahmenpakete mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro vom Stadtrat bewilligt. Von diesen insgesamt zwölf Projekten wurden mittlerweile acht fertiggestellt und in Betrieb genommen (zum Beispiel Moosacher Straße 99, Ebereschenstraße 15, Max-Reinhardt-Weg 28 und ganz aktuell im November Grohmannstraße 63). Die anderen vier Projekte befinden sich im Bau (Siegenburger Straße 51, Karlsfelder Straße und Wackersberger Straße 49) beziehungsweise in der Bauvorbereitung (Fritz-Lutz-Straße 23). Mit dem Blick nach vorne rückt das 4. Maßnahmenpaket in den Fokus. Es umfasst vier weitere Projekte, die auf Basis des neuen Standardraumprogramms, das der Stadtrat 2023 genehmigt hat und das sich durch innovative Ansätze sowie eine nachhaltige und inklusionsorientierte Ausrichtung auszeichnet, geplant werden. Dazu gehören die Modernisierung der Freisportanlagen Aubinger Straße und Westpreußenstraße. Die Modernisierungsmaßnahmen an diesen beiden Standorten konzentrieren sich auf die Freisportflächen, die Bestandsgebäude (inklusive der Gaststätten) bleiben erhalten. Derzeit werden die Vorplanungen erstellt. Voraussichtlich im Herbst 2025 soll dann der Stadtrat über die Umsetzung und Finanzierung dieser beiden Projekte des 4. Maßnahmenpakets entscheiden. Die zwei anderen Projekte des 4. Maßnahmenpakets betreffen die Standorte Demleitner Straße und Feldbergstraße. Dort ist es sportfachlich und baulich erforderlich, die Freisportflächen und die Gebäude zu erneuern; dies betrifft auch die dortigen Gaststätten. Dem Auftrag des Oberbürgermeisters entsprechend werden hier standortbezogen und unter Ausschöpfung des möglichen Baurechts auch die Option des Erhalts der vorhandenen Gaststätten im Rahmen von Machbarkeitsstudien geprüft und die Kosten ermittelt. Die Ergebnisse werden – voraussichtlich im Herbst 2026 – dem Stadtrat zur Entscheidung über das weitere Vorgehen vorgelegt. Bei den Sportgroßprojekten sind aktuell insbesondere zwei Projekte zu erwähnen. Zum einen erfreuen sich die Interimssportanlagen im Hermann-von-Siemens-Sportpark, die im Sommer 2024 eröffnet wurden, großer Beliebtheit. Der Fokus lag hier auf Angeboten für den informellen Sport. Die Landeshauptstadt München hat hier rund zwei Millionen Euro investiert. Zum anderen steht der 1. Bauabschnitt des Actionsportzentrums an der Erna-Eckstein-Straße kurz vor Baufertigstellung und wird voraussichtlich im 1. Quartal 2025 in Betrieb gehen können. Die genehmigten Projektkosten belaufen sich auf rund 12,2 Millionen Euro.
Seit dem letzten Bericht zum Sportbauprogramm wurden außerdem 18 Vereinsbaumaßnahmen mit Zuschüssen und zinslosen Darlehen in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro von der Stadt gefördert.
Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Ich bin sehr zufrieden, dass es gelungen ist, die Sportgaststätten an der Aubinger Straße und Westpreußenstraße auch nach den Modernisierungsmaßnahmen erhalten zu können. Wer das Vereinsleben kennt, der weiß, wie wichtig gerade auch das Zusammenkommen nach dem Sport ist. Die Vereine übernehmen eine ganz wichtige Rolle in unserer Stadt, sie bringen nicht nur Menschen zum Sport zusammen, sondern sie stärken unser gesellschaftliches Miteinander. Oder wo sonst kommen so viele Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen zusammen? Es begeistert mich immer wieder, dass es so viele Ehrenamtliche gibt, die sich mit viel Engagement und Ausdauer einsetzen und einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit in die Vereinsarbeit einbringen. Deshalb ist es mir so wichtig, dass Vereine unsere bestmögliche Unterstützung bekommen. Und ich bin zuversichtlich, dass auch die anderen Sportgaststätten erhalten bleiben können. Wir werden jedenfalls alle Möglichkeiten prüfen, um auch die anderen in Frage stehenden Sportgaststätten auf den Bezirkssportanlagen zu erhalten.“
Das Sportbauprogramm leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Sports und trägt zum Erhalt der Lebensqualität und des sozialen Friedens in München bei. Im Fokus steht dabei die Schaffung einer nachhaltigen, energieeffizienten und barrierefreien Sportinfrastruktur, die den vielfältigen Bedürfnissen der wachsenden Stadtgesellschaft Rechnung trägt.
Sportreferent Florian Kraus: „Es ist ein wichtiges Zeichen an alle Bürger*innen und es freut mich sehr, dass wir das Sportbauprogramm trotz der angespannten Haushaltslage fortsetzen können. Mit den geplanten Maßnahmen stärken wir das vielfältige Sportangebot in München und sorgen dafür, dass den Münchner*innen auch in Zukunft vielfältige und attraktive Sportstätten zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden können.“