Am Dienstag, 24. Juni, lädt das Jüdische Museum München, Sankt-Jakobs-Platz 16, um 19 Uhr zu einer Lesung mit Asal Dardan ein. Asal Dardan stellt die Frage nach der Notwendigkeit des Erinnerns und führt aus, welche Verantwortung auch die nachfolgenden Generationen dabei haben. In „Traumaland“ entwirft sie eine neue Topografie Deutschlands, geht auf Spurensuche, zeigt parallele und konträre Erfahrungen in den Einwanderungsgesellschaften auf. Die historische Vergangenheit ragt schmerzlich in die Gegenwart hinein, die Verbrechen der deutschen Nationalsozialisten finden heute ein grausames Echo in rassistischen Gewalttaten, aber auch in den traumatischen Erfahrungen von Minderheiten. Wer trägt die Verantwortung für vergangene Schuld? Welche Erinnerungen werden erzählt, was bleibt ungesagt?
Dardan sucht in den festgefahrenen Gedenkdiskursen nach Verbindungen für ein gemeinsames Erinnern, in dem verschiedenen Realitäten und Wahrnehmungen Platz haben können. Sapir von Abel moderiert die Veranstaltung, die das Jüdische Museum München in Kooperation mit „ausARTen – Perspektivwechsel durch Kunst“ und mit dem Rowohlt Verlag im Rahmen der Ausstellung „Die Dritte Generation“ veranstaltet. Weitere Infos und Anmeldung unter www.juedisches-museum-muenchen.de/kalender/details/traumaland.