Das Jüdische Museum München lädt am Donnerstag, 30. Januar, zusammen mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und weiteren Kooperationspartner*innen um 19 Uhr anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zu einem Gespräch mit der Zeitzeugin Rina Lipshic ein. Das Gespräch findet in der Evangelischen Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24 statt. Anmeldung per E-Mail an info@gcjz-m.de.
In ihrer frühen Kindheit verlor Rina Lipshic, damals noch Rina Schröter, ihren Vater, der Suizid seiner Auslieferung an die Gestapo vorzog. Mit ihrer Mutter und weiteren Verwandten floh sie in die UdSSR und überlebte den Zweiten Weltkrieg unter schwierigen Bedingungen in Sibirien und Kasachstan. Um der Tochter schnell ein besseres Leben zu ermöglichen, trennte sich die Mutter von dem Mädchen – doch diese als vorübergehend gedachte Zeit in der Obhut von Verwandten und Pflegepersonen sollte lange dauern. Nach Stationen in Krakau, Prag und Paris wanderte Rina Schröter als Jugendliche nach Israel aus, wo sie die Schule abschloss, Wehrdienst leistete und ein Studium begann. Mit ihrem Mann Josef Lipshic zog sie schließlich nach München, sie führten dort ein Antiquitätengeschäft und engagierten sich im deutsch-israelischen Dialog. In den letzten Jahren setzte sich Rina Lipshic verstärkt als Zeitzeugin für die Erinnerungsarbeit ein.
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V. in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie, der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom, der Europäischen Janusz Korczak Akademie, der Domberg Akademie und dem Jüdischen Museum München. Weitere Infos unter http://www.juedisches-museum-muenchen.de/kalender/details/zeitzeuginnengespraech-mit-rina-lipshic-378.