Umbau der Haltestelle „Schäufeleinstraße“
Antrag Stadträtin Alexandra Gaßmann (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 12.11.2025
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
Zunächst möchten wir uns für die verspätete Rückmeldung entschuldigen.
In Ihrem oben genannten Antrag fordern Sie die Landeshauptstadt München (LHM) auf, die Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) um Prüfung zu bitten, ob beim geplanten Umbau der Bushaltestelle „Schäufeleinstraße“ diese in Richtung Süden, in den Zubringer auf der Landsberger Straße, versetzt werden kann.
Wir haben die Stadtwerke München GmbH/Ressort Mobilität (SWM/MVG) um Stellungnahme zu Ihrem Antrag vom 12.11.2025 gebeten und teilen Ihnen in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister – Ihr Einverständnis vorausgesetzt – Folgendes mit:
Stellungnahme der SWM/MVG:
„Die Verlegung der Bushaltestelle Schäufeleinstraße von der Friedenheimer Straße in die Parallelfahrbahn der Landsberger Straße wird abgelehnt aufgrund erheblicher Nachteile für den Buslinienverkehr und die mitfahrenden Fahrgäste.
In der Parallelfahrbahn gilt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, während auf der Hauptfahrbahn der Landsberger Str. bis zu 60 km/h gefahren werden darf. Das allein ergibt auf dem rund 460 Meter langen Streckenabschnitt eine Mehrfahrzeit von 30 Sekunden für jede Busfahrt.
Zusätzlich werden weitere Verlustzeiten auf der Parallelfahrbahn für den Buslinienverkehr anfallen, wenn an Hindernissen (z.B. ein- oder ausparkenden Pkw, abgestellte Lieferfahrzeuge, Müllfahrzeuge bei der Tonnenleerung) nicht vorbeigefahren werden kann oder Radfahrende nicht überholt werden können.
Die Ausfahrt aus der Parallelfahrbahn an der Einmündung Friedenheimer Straße ist signalisiert und es stehen nur sehr kurze Freigabezeiten zur Verfügung. Eine effektive ÖPNV-Beschleunigung wäre so nicht möglich, da weitere Verlustzeiten, ggf. auch für die Busse in der Gegenrichtung, anfallen werden.
Für eine Haltestelle in der Parallelfahrbahn würden zudem Stellplätze entfallen.Ein großer Rückstau durch den barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle in der Friedenheimer Straße ist im Übrigen nicht zu befürchten.“
Das Mobilitätsreferat als zuständige Fachdienststelle der Stadtverwaltung schließt sich dieser Einschätzung an.
Den verlängerten Fahrzeitbedarfen für den Buslinienverkehr auf der Nebenfahrbahn (insbesondere durch Tempo 30 und nur sehr kurze Freigabezeiten am Ampelsignal) stehen bei einem für den Fahrgastwechsel haltenden Bus in der Friedenheimer Straße in Richtung Süden nur geringe Beeinträchtigungen gegenüber, bei denen aufgrund der örtlichen Situation nicht von größeren Rückstauungen auszugehen ist (Nebenstraßennetz, maximal 1 Bushalt alle 10 Minuten in Richtung Süden).
Die verkehrlichen Anforderungen eines weiter zügigen und unbehinderten Buslinienbetriebs überwiegen insoweit den geäußerten Bedenken zu einem etwaig kurzzeitigen Rückstau im Bereich der Zufahrt zu privaten Stellplatzanlagen.
Die Haltestelle in Richtung Süden soll daher nicht in die Nebenfahrbahn der Landsberger Straße umverlegt werden.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.