Das Büro für Rückkehrhilfen der Stadt München hat in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Gegründet im Jahr 1996 und ursprünglich als vorübergehendes Projekt konzipiert, hat das Büro seit seiner Gründung über 17.000 Rückkehrer*innen aus München und den umliegenden Landkreisen erfolgreich beim Neuanfang in ihrer alten Heimat unterstützt. Im Jahr 2025 kehrten mit Unterstützung des Büros über 320 Migrant*innen vor allem in die Türkei, Syrien und Peru sowie in 27 weitere Herkunftsländer zurück.
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Büros hatte die Stadt zu der zweitägigen Fachtagung „Gemeinsam lernen, gemeinsam gestalten – Rückkehr und Reintegration im Wandel der Zeit“ eingeladen, die über 200 Fachleute aus dem In- und Ausland ins Alte Rathaus gezogen hat. Diskutiert wurde dabei über bewährte Praktiken sowie zukünftige Strategien in der Rückkehr- und Reintegrationspolitik.
Vor dem Hintergrund der Herausforderungen beim Wiederaufbau Syriens nach dem Ende des Bürgerkrieges wurde dabei unter anderem deutlich, wie wichtig es ist, dass sich Rückkehrhilfen und Entwicklungszusammenarbeit sinnvoll ergänzen. So können die Übernahme der Reisekosten und die Auszahlung von Starthilfen über das Bundesprogramm REAG/GARP und die Reintegrationsunterstützung über das Bayerische Rückkehrprogramm maßgeblich zu einer erfolgreichen Rückkehr und Reintegration beitragen. Gerade in Syrien ist die zusätzliche Unterstützung mit Geld- und Sachleistungen (unter anderem zur Existenzgründung, Renovierung, Wohnungsausstattung) über das Europäische Reintegrationsprogramm/EURP entscheidend, dass die Menschen in ihrem Heimatland wieder Fuß fassen und ihren Teil zum Wiederaufbau beitragen können.
Die Konferenz wurde in Kooperation der EU-Projekte „Coming Home“ des Büros für Rückkehrhilfen der Stadt München und „IntegPlan – Integrierte Rückkehrplanung“ der Micado Migration gGmbH organisiert und durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfond der EU (AMIF) kofinanziert.