Stillstand an der Baustelle Stadelheimer Straße
Anfrage Stadträte Hans Hammer und Hans-Peter Mehling (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 23.9.2025
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
In Ihrer Anfrage vom 23.9.2025 legen Sie folgenden Sachverhalt zu Grunde:
„Seit mehreren Wochen herrscht Stillstand auf einer ‚öffentlichen Baustelle‘ der SWM an der Stadelheimer Straße gegenüber dem Frauengefängnis zwischen der Tegernseer Landstraße und der Warthofstraße. Diese Baustelle blockiert auf der Stadlheimer Straße in jede Fahrtrichtung jeweils eine Fahrspur.“
Herr Oberbürgermeister Reiter hat mir Ihre Anfrage zur Beantwortung zugeleitet: die darin aufgeworfenen Fragen beantworte ich, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, nach Erhalt der Stellungnahme der Stadtwerke München wie folgt:
Frage 1:
Sollten nicht besonders „öffentliche Baustellen“, die aus verwaltungstechnischen Gründen weder konsequent zeitlich überwacht werden können, noch kostenpflichtig sind und eine erhebliche Beeinträchtigung des öffentlichen Verkehrs bedeuten, nur so kurz wie unbedingt nötig betrieben und so schnell wie möglich wieder abgebaut werden?
Antwort:
Selbstredend ist es das Ziel der Stadtwerke, Baustellen im öffentlichen Raum nur so kurz wie unbedingt notwendig zu betreiben. Dies zum einen, um die Beeinträchtigungen der Öffentlichkeit so weit wie möglich zu reduzieren, zum anderen liegt es auch im wirtschaftlichen Eigeninteresse der Stadtwerke, Baustellen so schnell wie möglich abzuschließen.
Den Stadtwerken München GmbH (SWM) ist bewusst, dass Baustellen im öffentlichen Raum mit Unannehmlichkeiten verbunden sind. Daher setzen die SWM und deren Partner/Baufirmen alles daran, die Dauer der Einschränkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu werden die Baustellen von den Stadtwerken München GmbH laufend überwacht, um eine termingerechte Fertigstellung zu erreichen und Optimierungspotenziale schnell zu erkennen und umzusetzen.In enger Abstimmung mit dem Mobilitätsreferat (MOR) achten die SWM darauf, die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer*innen und Anwohner*innen bestmöglich zu berücksichtigen und die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Frage 2:
Warum werden an der beschriebenen Baustelle der SWM seit mehreren Wochen zwei Fahrspuren der Stadelheimer Straße blockiert, ohne dass in diesem Zeitraum eine erkennbare Bauaktivität stattfindet?
Antwort:
Die Baustelle in der Stadelheimer Straße dient der Herstellung eines Fernwärme-Hausanschlusses. Im Rahmen der Baumaßnahme kam es auf Grund von kurzfristigen Kapazitätsengpässen bei der ausführenden Baufirma zu kleineren Arbeitsunterbrechungen. Einige Arbeiten auf den Fernwärmebaustellen sind für Außenstehende nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, da sie beispielsweise direkt am Hausanschluss oder in der Kundenanlage im Gebäude stattfinden. Die betreffenden Verfüllarbeiten wurden am 26.9.2025 (also 6 Tage nach Antragstellung) abgeschlossen.
Frage 3:
Wie schnell ist es möglich, den notwendigen Baubetrieb an dieser Stelle abzuschließen und die Fahrbahnen wieder vollständig freizugeben?
Antwort:
Die Fertigstellung der Maßnahme erfolgte am 10.10.2025. Die Stadtwerke München GmbH haben die Kommunikation vor Ort sowie in den digitalen Systemen regelmäßig aktualisiert, um die betroffenen Anlieger*innen stets auf dem Laufenden zu halten.
Frage 4:
In welcher Form beabsichtigt die Stadtverwaltung explizit über das betreuende Wirtschaftsreferat Einfluss auf die SWM zu nehmen, damit deren zahlreiche „öffentlichen Baustellen“ nur so umfangreich wie nötig und so kurz wie möglich betrieben werden, um den öffentlichen Raum so gering wie möglich damit zu belasten?
Antwort:
Das Referat für Arbeit und Wirtschaft als betreuendes Referat der Stadtwerke München GmbH (SWM) führt hierzu aus, dass die Verantwortung für die Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen – einschließlich Planung, Bauleitung und Abstimmung mit anderen Versorgern und städti-schen Stellen – bei den SWM selbst liegt. Ziel ist dabei stets, die Dauer und den Umfang von Baumaßnahmen im öffentlichen Raum so gering wie möglich zu halten. Hierzu stehen die SWM in engem Austausch mit dem Mobilitätsreferat, in dem das Baustellenmanagement angesiedelt ist.
Die SWM stimmen sich regelmäßig mit dem Baustellenmanagement des Mobilitätsreferats ab, damit die Baustellenplanung möglichst bürgerfreundlich gestaltet wird. Dies erfolgt unter anderem durch Informationsschilder mit QR-Codes an den Baustellen, die Bereitstellung von Informationsflyern in den Briefkästen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie durch öffentliche Informationsveranstaltungen, die in der Regel etwa sechs Monate vor Beginn größerer Maßnahmen stattfinden. Auf diese Weise wird eine frühzeitige Kommunikation ermöglicht und sichergestellt, dass Anlieger- und Gewerbeinteressen bestmöglich berücksichtigt, werden
Die SWM setzen alles daran, die Dauer der Baustellen im öffentlichen Raum so gering wie möglich zu halten. Trotz Herausforderungen wie Fachkräftemangel und den insgesamt begrenzten Baukapazitäten in München werden die Arbeiten – in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung – so effizient geplant und durchgeführt, dass die Einschränkungen für den öffentlichen Verkehr und die Anwohner*innen auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt werden. Jede Maßnahme wird fortlaufend überprüft, um eine zügige Umsetzung zu gewährleisten und die Beeinträchtigungen so kurz wie möglich zu halten.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.