Wer kennt ihn nicht – den Nutri-Score auf Verpackungen, der wie eine Ampel anzeigen soll, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ähnlich einfach wird man künftig auch erkennen können, wie unabhängig die IT-Systeme der Stadt München sind. Der sogenannte Score für Digitale Souveränität (SDS) ist Kernstück der Vorlage „Digitale Souveränität als strategisches Leitprinzip – Sichere Software für München“, die der IT-Ausschuss des Stadtrats jetzt einstimmig beschlossen hat.
Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeiten und Möglichkeiten von Individuen und Institutionen, ihre Rolle(n) in der digitalen Welt selbstständig, selbstbestimmt und sicher ausüben zu können. Das IT-Referat war vom Stadtrat beauftragt worden, die Methodik zur Prüfung auf digitale Souveränität weiterzuentwickeln und in die relevanten IT-Prozesse entsprechend zu integrieren.
Gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) wurde daraufhin der SDS entwickelt: Im September und Oktober vergangenen Jahres wurden aus
2.780 städtischen Anwendungsservices der Landeshauptstadt (Stand Oktober 2025) 194 Anwendungsservices ausgewählt, analysiert und auf fünf Kategorien gemappt (siehe Bild).
Der SDS liefert der Stadt so das Handwerkszeug, um eigene IT-Services systematisch zu bewerten. Abhängigkeiten, Risiken und Handlungsoptionen können somit transparent abgebildet werden. Das IT-Serviceportfolio des IT-Referats weist bereits einen hohen Grad an digitaler Souveränität auf.
IT-Referentin und CDO der Stadt München Dr. Laura Dornheim: „Mit unserem Score wird digitale Souveränität zum ersten Mal messbar, denn nur was wir messen können, können wir auch gezielt verbessern. Digitale Souveränität sichert die Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit unserer öffentlichen Verwaltung, sie zu steigern ist unser klares Ziel. Darüber reden wir nicht nur, wir machen – und messen!“
Weitere Informationen gibt es im Ratsinformationssystem (RIS) unter https://risi.muenchen.de/risi/sitzungsvorlage/detail/9417965 (Beschlussvorlage Nr. 20-26 / V 18562).