Das Filmmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, zeigt in seiner nächsten Open Scene am Donnerstag, 16. April, 19 Uhr, den Filmessay „En Passant – Ortszeit München“
Die Aufnahmen dazu entstanden von 1990 bis 2000 an den unterschiedlichsten Orten der Stadt, man begegnet Menschen in zwei Dutzend Berufen wie Uhrmacher, Lehrerin, Kapuzinermönch, Fremdenführerin, Fernsehtechniker, Bürstenbinderin, Filmvorführer, Altenpflegerin oder Bäcker. Der Film strukturiert die Begegnungen zu einem Tagesablauf, und bei allen spielt das Verhältnis zur Zeit eine Rolle.
„En Passant – Ortszeit München“ hatte vor 25 Jahren Premiere, erhielt im Jahr darauf beim DOK.fest München den Förderpreis des Filmfernsehfonds Bayern und ist heute selbst ein Zeitdokument, das das Münchner Leben in einer Form eingefangen hat, die heute stellenweise weit entrückt scheint und dann wieder ganz aktuell ist.
Ergänzt wird „En Passant“ durch den Kurzfilm „Kittelfilme 1976“, der sich in 15 minutenschnellen Episoden mit der Bedeutung des weißen Kittels auseinandersetzt. Der Kittel signalisiert Autorität, Sachverstand, Kompetenz und definiert augenblicklich ein Macht- und Abhängigkeitsverhältnis. Der Filmemacher und Kameramann Hans Albrecht Lusznat wird bei der Veranstaltung anwesend sein.
Der Eintritt kostet 5 Euro beziehungsweise 3 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ). Kartenvorverkauf ist sieben Tage im Voraus online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.