Die Märkte am Schwabinger Elisabethplatz, in Pasing sowie am Wiener Platz in Haidhausen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Hygiene und Brandschutz. Deshalb steht allen drei Märkten in absehbarer Zeit eine umfassende Sanierung bevor. Die Märkte prägen das Bild ihres jeweiligen Stadtteils sehr stark. Dem zuständigen Kommunalreferat und seinem Betrieb Markthallen München ist es daher besonders wichtig, den typischen Charakter der drei Märkte auch in Zukunft beizubehalten. Aus diesem Grund sollen neben den Händlern und den jeweiligen Bezirksausschüssen auch die Anwohnerinnen und Anwohner der Märkte in die Planungen mit einbezogen werden.
Die Markthallen München veranstalten deshalb für jeden Markt einen Bürgerworkshop:
Montag, 6. Juli: Markt am Wiener Platz, Ort: Vortragssaal im Gasteig Dienstag, 7. Juli: Markt am Elisabethplatz, Ort: Gisela Gymnasium Mittwoch, 8. Juli: Pasinger Viktualienmarkt, Ort: Pasinger Rathaus Die Workshops beginnen jeweils um 19 Uhr.
Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtbezirks die Möglichkeit zu geben, sich über die bisherige Entwicklung der Sanierung ihres Marktes zu informieren. Vertreter der Markthallen München sowie die Planer zeigen eine Präsentation und stehen im Anschluss für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Alle Kundinnen und Kunden, Anwohnerinnen und Anwohner sind herzlich eingeladen.
Sommer-Workshop: Bürgerbeteiligung im Münchner Nordosten
Am Samstag, 18. Juli, lädt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Bürgerinnen und Bürger zu einem Sommer-Workshop zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Münchner Nordosten“ in die Anni-Braun-Schule, Musenbergstraße 32, ein. Bürgerinnen und Bürger können sich Informationen aus erster Hand holen, in kreativen Workshops mitarbeiten und das Gebiet auf geführten Exkursionen besser kennenlernen. Anwohnerinnen und Anwohner, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Parteien, Verbänden, Initiativen und Einrichtungen sowie Interessierte aus den umliegenden Gemeinden finden hier die Möglichkeit, ihre Ansichten direkt gegenüber den beteiligten Planerinnen und Planern und Verantwortlichen der Landeshauptstadt München einzubringen, sich über Konzepte auszutauschen und gemeinsame Ideen für die künftige Gestaltung des Untersuchungsraumes zu entwickeln. Folgende Themen sollen beim Sommer-Workshop angesprochen werden:
Wie ist der aktuelle Sachstand?
Nach einer einleitenden Begrüßung durch Stadtbaurätin Professorin Dr. (I) Elisabeth Merk wird über das Verfahren und die bisherigen Erkenntnisse berichtet, die Grundlage für die Entwicklung der Varianten sind, die im Frühjahr 2016 mit der Öffentlichkeit diskutiert werden.
Welche Qualitäten und Defizite gibt es im Münchner Nordosten heute?
Bei der Planung von Siedlungsflächen geht es auch darum, die bisherige Identität eines Stadtgebiets zu erhalten – und im besten Falle sogar zu stärken. Um das zu erreichen, geht das Referat für Stadtplanung und Bauordnung bei der Beteiligung neue Wege. Mehrere Monate war Dr. Agnes Förster im Stadtteil unterwegs, um mit Umfragen und in Interviews mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen ein möglichst umfassendes Bild über die heutigen Qualitäten und Defizite des Quartiers zu ermitteln. Die Ergebnisse dieser sogenannten Ist-Analyse werden nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie geben aus Sicht verschiedener Zielgruppen spannende Einblicke zur heutigen Raumwahrnehmung und über Wünsche und Anliegen für die Zukunft. In einer kleinen Ausstellung werden die Ergebnisse anschaulich auf Stadtkarten präsentiert und erläutert.
Welche Leitsätze bekommt der Münchner Nordosten?
Nach der Präsentation durch die Planerin Andrea Gebhard haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich mit eigenen Impulsen an der Weiterentwicklung der Leitsätze für den Münchner Nordosten zu beteiligen. Dazu dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Mikrofon, Stift und Papier greifen und sich an Thementischen mit ihren Ideen gestalterisch einbringen.
Auf dem Workshop werden zudem aktuelle Kunstprojekte der Rudolf-Steiner-Schule in Daglfing in einer kleinen Ausstellung präsentiert. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Münchner Nordosten heute und seinen Entwicklungsmöglichkeiten in der fernen Zukunft und präsentieren die Ergebnisse mit Fotos, Filmen, Modellen, Tanz, Konzepten und Begehungen.
Im Anschluss sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingeladen, das Untersuchungsgebiet auf Exkursionen zu erkunden. Die Anmeldung hierzu erfolgt auf der Veranstaltung selbst.
Angeboten werden:
-Spaziergang Ortskern Johanneskirchen: Roland Krack (Verein NordOst-Kultur) führt anlässlich der Ausstellung 1.200 Jahre Johanneskirchen durch den historischen Dorfkern.
-Besichtigung Gut Riem: Mit dem Rad über die Felder im Münchner Nordosten bis zum Gut Riem. Zweiter Werkleiter Dr. Alfons Bauschmid führt die Besucherinnen und Besucher über die Anlage.
-Besuch auf der Galopprennbahn: Führung über die Galopprennbahn Riem durch Horst Gregor Lappe, Generalsekretär des Münchner Rennvereins.
Der Sommer-Workshop auf einen Blick
Samstag, 18. Juli: Workshop 10 bis 16 Uhr, Exkursionen 16.30 bis 19 Uhr in der Aula der Anni-Braun-Schule,, Musenbergstraße 32, Johanneskirchen Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung bis Freitag, 10. Juli, unter der Mail-Adresse info@studio-stadt-region.de gebeten.
Bürgerinformation im Journal und im Web
Pünktlich zum Workshop erscheint die erste Ausgabe des Journals „Neues im Nordosten“. In vier Ausgaben möchte das Referat für Stadtplanung und Bauordnung die Öffentlichkeit kurz und leicht verständlich über die wichtigsten Eckdaten der Planungen informieren. In der ersten Ausgabe kommen auch die Bürgerinnen und Bürger zu Wort: mit einer Karte ihrer individuellen Schätze im Quartier. Das Interview mit Stadtbaurätin Professorin Dr. (I) Merk ist in einer ausführlichen Fassung auch als Webvideo auf www.muenchen.de/nordosten zu finden.
Hintergrund
Nach jüngsten Planungsprognosen wird die Zahl der Münchnerinnen und Münchner in den nächsten 15 Jahren auf rund 1,72 Millionen anwachsen. Der Bedarf an Wohnraum ist dementsprechend groß. Im Münchner Nordosten reagiert die Landeshauptstadt München hierauf mit einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme auf einer Fläche von rund 600 Hektar. Gutachten, die derzeit erstellt werden, sollen dem Stadtrat Aufschluss darüber geben, wie Wohnen, Landschaftsschutz und die benötigten verkehrlichen und sozialen Infrastrukturen bestmöglich miteinander vereinbart werden können.
Der Münchner Nordosten birgt gemeinsam mit dem in Freiham geplanten neuen Stadtteil das größte verbliebene Potenzial für die künftige Siedlungsentwicklung in München: Östlich der Flughafenlinie S8 befinden sich die letzten zusammenhängenden Flächen dieser Größe, auf denen in den nächsten Jahrzehnten neue Stadtteile entstehen sollen. Am 23. Juli 2008 sprach sich der Münchner Stadtrat für die Einleitung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme und ein Strukturkonzept mit Eckdaten für das Trabrennbahn-Gebiet und die westlich anschließenden Flächen aus. Am 5. Oktober 2011 beschloss der Stadtrat, vorbereitende Untersuchun- gen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme einzuleiten. Am 27. November 2013 hat der Stadtrat den Umgriff des Untersuchungsraumes vergrößert und weitere Schritte für die Entwicklung des Münchner Nordostens eingeleitet: In der Vollversammlung wurde das planerische Konzept in Auftrag gegeben, das neben einem integrierten Strukturkonzept auch die vorbereitenden Untersuchungen einleitete.