Bürgermeister Josef Schmid hat mit Vertreterinnen und Vertretern der Münchner Hochschulen in einer Feierstunde im Rathaus den diesjährigen Hochschulpreis der Landeshauptstadt München überreicht. Seit 1993 werden mit dem Hochschulpreis Abschlussarbeiten, also Bachelor-, Magister-, Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationen ausgezeichnet, die an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München (HM), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Technischen Universität München (TUM) eingereicht wurden.
Für den Hochschulpreis können sich Studierende bewerben, die sich in ihrer Abschlussarbeit mit einem Thema auseinandergesetzt haben, das für die Stadt München oder die Stadtverwaltung in wirtschaftlicher, kultureller, stadtplanerischer oder stadtentwicklungspolitischer Hinsicht relevant ist. Der Hochschulpreis der Landeshauptstadt München ist mit jeweils 4.000 Euro dotiert. In diesem Jahr wurden 22 Bewerbungen eingereicht.
Josef Schmid hebt die Bedeutung des Hochschulpreises hervor: „Es ist sehr erfreulich, wie viele Abschlussarbeiten sich wissenschaftlich eingehend mit München beschäftigen. Dies bringt wertvollen Erkenntnisgewinn für die Stadt. Mit dem Hochschulpreis würdigt die Stadt die wissenschaftliche Leistung der Preisträgerinnen und Preisträger. Geist ist ein wesentlicher Rohstoff für München und seine zukunftsgerichteten Wirtschaftsbranchen. Die Stadt setzt mit diesem Preis ein Zeichen für die Bedeutung von Wissenschaft und Lehre.“
Der Hochschulpreis an der Hochschule München wurde an Alexandra Elstner für ihre Bachelorarbeit „Entwicklung eines Museumsführerkonzeptes für Jugendliche durch die Neue Sammlung der Pinakothek der Moderne“ verliehen. Im Rahmen ihrer Arbeit entwirft die Preisträgerin einen interaktiven Museumsführer, der es jungen Menschen ermöglichen soll, sich selbständig in der Ausstellung zu informieren und so das Museum individuell und kreativ zu erkunden.
Der Hochschulpreis 2015 an der LMU ging an Dr. Martin Lau für seine Dissertation „Hanns von Gumppenberg. 1866-1928. Ein Schriftsteller, Okkultist, Kabarettist und Kritiker in München.“ Die Arbeit setzt sich mit dem Leben und Werk dieses fast vergessenen Münchner Schriftstellers auseinander. Basierend auf der Auswertung bisher nicht erschlossener Bestände der Monacensia wird die Kulturwelt der Stadt am Beispiel Gumppenbergs zur Jahrhundertwendezeit neu beschrieben.
Den Hochschulpreis an der TUM erhielt Dr. Agnes Förster für ihre Dissertation „Planungsprozesse wirkungsvoller gestalten. Wirkungen, Bausteine, Stellgrößen kommunikativer planerischer Methoden“. In ihrer Arbeit analysiert die Autorin die Kommunikationsprozesse räumlicher Planung und erstellt eine vertiefende Fallstudie zum laufenden Planungsvorhaben Kreativquartier München. Sie untersucht dabei die Gestaltungsmöglichkeiten, die Planer im Rahmen des Planungsprozesses haben.