Die Ukraine ist in den vergangenen zwei Jahren vor allem mit beunruhigenden politischen Ereignissen in die öffentliche Wahrnehmung gelangt. Mit einem langfristig angelegten Literaturprojekt „Eine Brücke aus Papier“ wollen Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Deutschland und der Ukraine in einem literarischen Dialog dazu Stellung beziehen und ukrainische Geschichte, Sprache und Kultur vermitteln. Der Auftakt des Projekts findet vom 27. bis 29. August in der Ukraine in Lwiw/Lemberg statt. In den kommenden Jahren soll „Eine Brücke aus Papier“ in anderen ukrainischen Städten und auch in Deutschland weitergeführt werden.
Die Ukraine hat eine lebendige Literaturszene, und die Bücher ukrainischer Gegenwartsschriftstellerinnen und -schriftsteller liegen in deutscher Übersetzung zumeist aus dem Ukrainischen, aber auch aus dem Russischen, der zweiten Landessprache, vor. In einem ersten Treffen werden sich vom 27. bis 29. August in der Mediatec von Lwiw/Lemberg jeweils sechs Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Deutschland sowie der Ukraine in Lesungen und Gesprächen vorstellen. Das Treffen wird simultan übersetzt. Vorträge von Schriftstellern, Historikern, Intellektuellen und Übersetzern beider Länder werden in Themen einführen, die zum gegenseitigen Verständnis beitragen. Ein Höhepunkt des Treffens wird eine gemeinsame Lesenacht am Freitag, 28. August, sein.
Die teilnehmenden Autorinnen und Autoren aus Deutschland sind Andreas Altmann, Sherko Fatah, Werner Fritsch, Iris Hanika, Petra Morsbach, Anja Utler und Karl Schlögel; aus der Ukraine Juri Andruchowytsch, Andrej Kurkow, Tanja Maljartschuk, Halyna Petrosanyak, Jurko Prochasko, Serhij Zhadan und Yaroslav Hrytsak.
Ausführliche Informationen zum Programm und zur Anmeldung unter: wwww.kulturallmende.org, Stichwort„Projekte aktuell“. „Eine Brücke aus Papier“ ist ein Projekt von Kulturallmende München und wird unterstützt vom Auswärtigen Amt, dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München.
Pressekontakt: über welcome@kulturallmende.org, Verena Nolte