München ist eine von drei Städten, die das von der EU-Kommission geförderte Stadtentwicklungprojekt Smarter Together umsetzt. Vom 15. bis 17. Februar ist die Landeshauptstadt Gastgeberin der diesjährigen Generalversammlung (General Assembly).
Als Austauschplattform auf Projektebene dient die General Assembly dazu, die Fortschritte und Erfolge des ersten Jahres vorzustellen und das weitere Vorgehen abzustimmen. An dem Treffen nehmen Politiker sowie Verwaltungsexperten der drei europäischen Leuchtturm-Städte Wien, Lyon und München, der Nachfolgestädte Santiago de Compostela, Sofia und Venedig sowie der Beobachterstädte Kiew und Yokohama teil. Außerdem beteiligen sich Wissenschaftler und Experten für Smart Cities, die das Projekt als Mitglieder des „Advisory Boards“ fachlich begleiten, an dem Arbeitsaustausch. Die Landeshauptstadt München erwartet rund 30 Partner aus zehn Ländern und 100 Teilnehmer, die seit einem Jahr gemeinsam an smarten, innovativen Lösungen für die Stadt der Zukunft arbeiten.
Für Bürgermeister Josef Schmid ist die engagierte und respektvolle Zusammenarbeit sämtlicher Partner eine praktische Umsetzung des Mottos „Smarter Together“. In München zeige sich dies insbesondere in den Aktivitäten des extra für das Projekt eingerichteten Stadtteillabors vor Ort. „Das Projekt bindet die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen intensiver Ko-Gestaltungsprozesse mit ein. Hier haben sie Gelegenheit, mit Experten und Partnern die Maßnahmen zu diskutieren, die ihnen besonders wichtig sind, und gemeinsam konkrete Lösungen für ihr unmittelbares Wohnumfeld zu entwickeln“, sagt Schmid.
Die Teilnehmer der Generalversammlung tagen im Stadtteillabor im Quartier Neuaubing-Westkreuz. Workshops, politische Sessions, Ergebnispräsentationen und parallele thematische Arbeitsgruppen beleuchten die einzelnen Handlungsfelder Mobilität, Energie, Technologie und Datenplattformen sowie Ko-Gestaltung und Smart City Geschäftsmodelle näher. Vor Ort können die Teilnehmer auch die Straßenzüge und Plätze besuchen, an denen das Smarter Together Projekt Gestalt annehmen wird.
Schon ab April können Bürgerinnen und Bürger den Aufbau der ersten smarten Lichtmasten mit intelligenter Beleuchtungssensorik und WLAN erleben. Bis zum Jahresende werden die ersten drei der geplanten acht multimodalen Mobilitätsstationen an den Start gehen. Sie verknüpfen den Personennahverkehr mit E-Carsharing-Fahrzeugen, Lasten-Pedelecs/E-Dreirädern und Ladesäulen für Elektro-Autos. Zwei Quartiersboxen werden eingerichtet und für einen 24-Stunden-Liefer- und Tauschservice bereitstehen. Ab Herbst soll ein Batteriespeicher als neue erneuerbare Energiequelle in Betrieb gehen.
Smarter Together ist ein gemeinsames Projekt der Städte Lyon, München und Wien, um Smart City Lösungen zu entwickeln und zu erproben. Finanziell gefördert wird das Projekt durch die EU-Kommission. In München investiert die Landeshauptstadt gemeinsam mit elf Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft in das Projektgebiet Neuaubing-Westkreuz/Freiham. Das Ziel ist es, die Lebensqualität der rund 30.000 Einwohner zu verbessern, die Energieeffizienz von Wohnraum zu steigern und vernetzte Mobilitätsangebote zu schaffen – mit Hilfe intelligent genutzter Daten und neuer Technologien, wie smarte Lichtmasten, einem Batteriespeicher und einer Smarten Quartiers-App. Smarter Together bindet die Bewohner in einen intensiven Ko-Gestaltungsprozess ein, in dem sie entscheiden können, welche Maßnahmen ihnen besonders wichtig sind. Die im Projektgebiet erprobten Ideen sollen anschließend in weiteren Stadtteilen Münchens und in anderen europäischen Städten umgesetzt werden.
(Siehe auch unter Terminhinweise)