Münchens zentrale Einkaufs- und Flaniermeile bekommt neue Plattenbeläge. Bereits seit April 2014 wurden in mehreren Bauphasen in der Fußgängerzone neue Platten verlegt. Ab Montag, 13. März, kann das Baureferat nun auch auf einer Restfläche im östlichen Bereich des Marienplatzes tätig werden, zwischen Fischbrunnen, Rinder- und Viktualienmarkt. Im Einzelnen werden dort, wie bereits in der übrigen Fußgängerzone, die mit kleinen Steinen gepflasterten Bänder durch anthrazitfarbene Natursteinplatten ersetzt. Zugleich werden die stark beanspruchten Münchner Kunststeinplatten sowie die Entwässerung erneuert. Dadurch entsteht eine weitgehend homogene Oberfläche, die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wesentlich sicherer ist und Rollstühle weitaus weniger erschüttert. Die typischen Entwässerungsrinnen in der Mitte der Straßen bleiben erhalten und stellen für Sehbehinderte eine wertvolle Orientierungshilfe dar. Sämtliche Arbeiten beruhen auf einem Konzept, dass der Stadtrat am 19. März 2013 beschlossen hat; Ziel ist es, die Barrierefreiheit in der Fußgängerzone zu verbessern.
Das Baureferat hat dieses Konzept durch flexible „Wanderbaustellen“ umgesetzt; damit konnte die bautechnisch komplexe Maßnahme in dem stark frequentierten Bereich zügig und sicher abgewickelt werden. Auch in Spitzenzeiten konnten Menschenmassen weitgehend ungehindert strömen. Besonders berücksichtigt werden Lieferanten und Rettungsdienste sowie die Zugänge zu Geschäften, Gaststätten, Cafés, Büros und touristischen Zielen. Deshalb wurde das Konzept eng mit City Partner, den Gewerbetreibenden und dem städtischen Veranstaltungsbüro abgestimmt.
Die aktuellen Arbeiten beginnen am Montag, 13. März, im Bereich des Fischbrunnens. Jeweils zwei bis vier Wochen lang werden nacheinander insgesamt 14 kleinräumige Baufelder bearbeitet, die jeweils eine weitere Woche zum Aushärten der Plattenfundamente gesperrt bleiben. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im November abgeschlossen sein.