Die Städtische Salvator-Realschule für Mädchen setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung ein. Dafür erhält die Schule am Mittwoch, 10. Januar, das Siegel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Diskriminierung aufgrund unterschiedlicher Hautfarbe oder Herkunft zu bekämpfen, ist das Ziel der städtischen Schulen in München. Inzwischen beteiligen sich immer mehr Schulen an der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dabei handelt es sich um ein bundesweites Projekt aus dem Jahr 1995 von Schülerinnen und Schülern. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden.
An der Städtischen Salvator-Realschule ging die Initiative, bewusst gegen jegliche Art von Diskriminierung vorzugehen und für ein friedliches Miteinander zu werben, von einer Gruppe engagierter Schülerinnen aus. Die Mädchen entwickelten ein Konzept für das aktuelle Schuljahr, um das Thema Diskriminierung im Alltag und Ungleichbehandlung von Mädchen und Frauen in der Schule und im außerschulischen Bereich zu erarbeiten und zu diskutieren. Als Paten konnten die Schülerinnen das deutsche Stand-up-Comedy-Ensemble „Rebell Comedy“ gewinnen. Die Verleihung des Siegels „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ findet am Mittwochvormittag im Rahmen eines Festakts in der Turnhalle der Realschule statt.
Um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen zu dürfen, müssen mindestens 70 Prozent aller Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern per Unterschrift versichern, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen. Diese Selbstverpflichtung sind inzwischen 16 städtische Schulen eingegangen.