Seit einigen Jahren breitet sich in ganz Europa das sogenannte Eschentriebsterben aus. Daher müssen auf dem Waldgrundstück zwischen Jagdhornstraße und Otto-Lederer-Weg zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit in der kommenden Woche sämtliche Eschen gefällt werden. Das Eschentriebsterben wird durch den Pilz „Falsches weißes Stengelbecherchen (Hymenoscyphus pseudoalbidus)“ hervorgerufen. Der Pilz wächst über den Blattstiel in die Zweige und breitet sich von dort in bereits verholzte Bereiche aus. Dies hat zur Folge, dass sich die für den Befall typischen Rindennekrosen (Absterben des Rindengewebes) bilden. Die Rindennekrosen führen dazu, dass die Wasserversorgung der Äste unterbrochen wird und es kommt zum Absterben der Äste oberhalb der Nekrosen und schlussendlich zum Absterben des gesamten Baumes. Im weiteren Verlauf werden die betroffenen Bäume von einem zweiten Pilz „Halimasch (Armillaria ssp.)“ befallen. Dieser ruft eine selektive Weißfäule hervor, wodurch nach und nach sämtliche Wurzeln zersetzt werden. Die befallenen Bäume sind nicht mehr stand- und bruchsicher und stellen eine erhebliche Gefahr dar. Da die Eschen auf dem Grundstück bereits sehr starke Symptome zeigen bzw. bereits abgestorben sind, ist die Fällung unumgänglich, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Das Grundstück liegt größtenteils in der Quarantänezone des „Asiatischen Laubholzbockkäfers“. Deshalb ist es notwendig, dass sämtliche Bäume nach der Fällung mit darauf abgerichteten Spürhunden untersucht und vor dem Abtransport kleingehäckselt werden.
Da die Arbeiten größtenteils mit Hilfe von Maschinen durchgeführt werden, wird es zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen.
Für Fragen steht die Untere Naturschutzbehörde, Blumenstraße 19, Telefon 233-26538 oder per E-Mail plan.ha4-naturschutz@muenchen.de, zur Verfügung. Weitere Informationen sind unter www.muenchen.de unter dem Suchbegriff: Artenschutz eingestellt.