Durch eine Veränderung des Bewerbungsverfahrens seitens der UEFA für das Champions League Finale werden die Finalspiele 2021/ 2022/2023 in einem Paket vergeben. Angesichts dieser Veränderung wird die Landeshauptstadt München ihre Bewerbung für das Finale im Jahr 2021 zusätzlich auf das Finale im Jahr 2022 ausweiten. Dies hat der Stadtrat nun beschlossen. Die Stadt München bewirbt sich allerdings nur um ein Finalspiel – entweder im Jahr 2021 oder im Jahr 2022.
An der bisherigen Kostenschätzung für das Finale 2021 (von 8,6 Millionen Euro) wird sich im Zuge der Ausweitung der Bewerbung allerdings nichts ändern.
Das Champions League Finale zählt zu den größten und medienwirksamsten Sportgroßereignissen weltweit. Es wird durchschnittlich von 160 Millionen TV-Zuschauerinnen und -Zuschauern verfolgt. Somit wird die Landeshauptstadt München am Finaltag sowie bereits weit vorher im Fokus der weltweiten Medienberichterstattung stehen.
Darüber hinaus lockt diese Veranstaltung ein sehr großes Publikum nach München, selbst wenn nicht alle Besucherinnen und Besucher im Besitz von Eintrittskarten sind. So ermittelte das Referat für Arbeit und Wirtschaft für das UEFA Champions League Finale 2012 rund 179.000 Fußball-Fans, die das Spiel in München entweder live im Stadion oder beim Public Viewing verfolgten.
Insgesamt wurde für das „Finale dahoam“ im Jahr 2012 von zirka 39.500 übernachtenden Gästen und rund 139.500 Tagesbesuchern mit insgesamt 104.000 Übernachtungen ausgegangen. Die Gesamtausgaben aller Besucherinnen und Besucher beliefen sich auf zirka 47,6 Millionen Euro in der Stadt (ohne Ausgaben für Eintrittskarten, Fanartikel und Umsätze im Stadion sowie ohne Umsätze in den Public-Viewing-Bereichen). Durchschnittlich wurden ca. 420 Euro für Übernachtung(en) pro Aufenthalt und zirka 50 Euro pro Tagesbesucherin und Tagesbesucher ausgegeben.
Auch wenn das „Finale dahoam“ aufgrund des Heimspiels des FC Bayern München sicherlich eine Ausnahmesituation für München dargestellt hat, darf auch bei einem Finale 2021 oder 2022 unabhängig davon, welche Mannschaften dann im Finale stehen, mit enormen Rückflüssen durch nationale und internationale Besucherinnen und Besucher für Hotellerie, Gastronomie, Handel und Transport gerechnet werden. Ebenso wird ein großer Teil des Veranstaltungsbudgets zurück an Münchner Unternehmen fließen, die als Auftragnehmer zur Veranstaltung beitragen.