DEUTSCHSTUNDE – Eine audiovisuelle Lesung findet am Donnerstag, 28. November, im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, ab 19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Im Rahmen der Ausstellung „Migration bewegt die Stadt“ zeigt Tunay Önder neben ihrer multimedialen Installation „Transtopischer Teppich“ nun ergänzend eine performative Arbeit. Zusammen mit ihrer Schwester Tugba Önder und der audiovisuellen Unterstützung von Anton Kaun entwirft Tunay Önder eine manifestartige DEUTSCHSTUNDE für die Migrationsgesellschaft. Eine Stunde über Wörter und Unwörter, von A wie Ankerzentrum über D wie Dönermorde, P wie Passdeutsche bis zu W wie Werteerziehung. Eine Reise an die streng kontrollierten und gewaltvollen Grenzen von Definitionsmacht, Mitspracherecht und Wissensproduktion. Denn, wer sich in der Grammatik sozialer Strukturen nicht auskennt, hat schlechte Karten in diesem Land, oder sagen wir: Schlechte Noten. In einer Mischung aus bissigem Theatermonolog, Live-Zeichnungen, kuriosen Hörbeispielen und Lecture Performance stellt DEUTSCHSTUNDE die entscheidenden Fragen: Wer bestimmt, wie in diesem Land gesprochen wird? Welche Sprache prägt den öffentlichen Diskurs? Und wie können sich – trotz alledem – postmigrantische Perspektiven ins kollektive Gedächtnis einschreiben? Idee, Konzept, Text stammen von Tunay Önder und Tugba Önder, Audio und Video von Anton Kaun. Das Projekt wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung von Lothringer13 Florida.