Baurecht für Hochschulcampus an der Königinstraße Archiv
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Rathaus Umschau 232 / 2020, veröffentlicht am 02.12.2020
Mit dem Satzungsbeschluss für den Entwicklungscampus Königinstraße hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats jetzt den entscheidenden Schritt für die Realisierung des Projekts gesetzt. Auf dem ehemaligen Standort der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) entsteht ein Physikcampus, der alle Einrichtungen der Fakultät Physik an einem Standort vereint. Das Projekt stellt ein Schlüsselprojekt dar, München als Wissenschafts- und Forschungstandort langfristig international zu sichern und zu stärken.
Die Fakultät für Physik ist in besonderem Maße auf moderne Forschungsflächen angewiesen und bislang auf fünf Standorte im Stadtgebiet verteilt. Die Zusammenführung der Institute an der Königinstraße schafft Synergieeffekte und verbessert die Arbeitsbedingungen. Die Tierärztliche Fakultät wird langfristig nach Oberschleißheim verlagert.
Es entstehen sieben freistehende Gebäude, drei an der Königinstraße und vier im hinteren Teil des Grundstücks an der Ostseite. Die Umsetzung erfolgt durch das Staatliche Bauamt München 2 und die LMU als Nutzerin in vier Bauabschnitten. Das Nano-Institut an der Königinstraße wurde bereits 2019 fertiggestellt.
Das Highlight der Grün- und Freiflächenplanung wird ein Hanggarten. Zwischen Nano-Insitut, Cafeteria, Bibliothek und Forumsgebäude werden begrünte Terrassen an der Isarhangkante angelegt. Sie sind damit die Verbindung zwischen dem städtischen Plateau und dem tieferliegenden Englischen Garten. Die Freiflächen gewinnen dadurch, dass viele Technikräume, Verbindungsgänge und die Tiefgarage im Untergeschoss untergebracht werden können.
Grundlage für die Planung ist ein vom Freistaat Bayern ausgelobter städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb, der 2013 mit dem ersten Preis für kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten mit Landespflege AW Faust, Berlin, entschieden und in einer Rahmenplanung überarbeitet wurde. 2017 hat die Stadt München den Aufstellungsbeschluss für das Projekt gefasst. Im Sommer 2020 erfolgte der Billigungsbeschluss.
Achtung Redaktionen: Die Visualisierung zum Projekt ist auch unter muenchen.de/plan-presse zu finden.