Lesung „Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes“ Archiv
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Rathaus Umschau 201 / 2022, veröffentlicht am 20.10.2022
Das NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, lädt am Dienstag, 25. Oktober, 19 Uhr, zur Lesung „Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes“ mit Frank Henseleit und Martín Valdés-Stauber ein.
Im Frühjahr 1933 bereiste der spanische Journalist Manuel Chaves Nogales Deutschland, um den Alltag unter dem Hakenkreuz zu beleuchten. Als internationaler Korrespondent interviewte er sogar Joseph Goebbels und durchschaute bereits zu Beginn die Mechanismen und Strategien des faschistischen Regimes in Deutschland. Obwohl sie heute als wichtige historische Quelle gelten, waren seine zwölf Reportagen bisher nicht auf Deutsch zugänglich. Der Kupido-Verlag behebt nun diese Leerstelle mit der deutschen Erstübersetzung durch den Verleger Frank Henseleit. „Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes“ entschlüsselt die gezielte Manipulation der Bevölkerung und berichtet von einem entfesselten Antisemitismus.
Im Gespräch mit dem Übersetzer und Verleger Frank Henseleit blickt Martín Valdés-Stauber, Leiter des künstlerischen Forschungsbereichs Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart an den Münchner Kammerspielen, auf die Auseinandersetzung Manuel Chaves Nogales mit der gewaltvollen Gegenwart der 1930er Jahre. Svetlana Belesova liest Auszüge aus der deutschen Erstübersetzung von „Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes“. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Infos zur Barrierefreiheit unter http://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/besucherinformation/barrierefreiheit.