Sachstand und Chancen, und Erschließung des Bahnhalts Poccistraße
Anfrage Stadtrat Hans Hammer (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 30.3.2022
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
Zunächst möchten wir um Entschuldigung bitten, dass Sie bisher noch keine Rückmeldung von uns erhalten haben.
In Ihrer Anfrage führen Sie aus, dass sich der Bahnhalt Poccistraße noch immer in der Planungsphase befindet, eine Fertigstellung ursprünglich für 2026 vorgesehen war.
Herr Oberbürgermeister Reiter hat mir Ihre Anfrage zur Beantwortung zugeleitet. Die darin aufgeworfenen Fragen beantworte ich wie folgt:
Frage 1:
Ist mit einer Fertigstellung des Bahnhalts Poccistraße bis 2026 zu rechnen?
Antwort:
Nach aktuellen Informationen ist die Inbetriebnahme des Regionalzughaltes Poccistraße derzeit für 2029 vorgesehen.
Frage 2:
Besteht die Möglichkeit einer Erweiterung der Planungen, sodass auch ein S-Bahn-Halt möglich ist?
Antwort:
Eine Erweiterungsoption für einen späteren S-Bahnhalt ist derzeit – trotz der Bitte der Landeshauptstadt München diese vorzusehen – aktuell nicht in den Planungen enthalten.
Frage 3:
In welcher Taktung sollen dort zukünftig Regionalbahnen halten?
Antwort:
Dazu liegen dem Mobilitätsreferat keine gesicherten Aussagen vor. Da sowohl Züge aus Richtung Salzburg, Kufstein und Mühldorf über den DB-Südring verkehren, ist aber von drei Halten pro Stunde und Richtung auszugehen.
Frage 4:
Wie soll der neue Bahnhof verkehrlich erschlossen werden? Wird die Option einer Erschließung über die Thalkirchner bzw. Tumblinger Straße geprüft?
Antwort:
Neben der Erschließung in Richtung Westen, wo eine Umsteigemöglichkeit zum bestehenden U-Bahnhof der Linien U3 und U6 besteht, soll gemäß Beschluss der Vollversammlung des Stadtrates vom 25.1.2017 zum Regionalzughalt Poccistraße (vgl. RIS-Sitzungsvorlagen-Nr. 14-20/V 06453) ein Ausgang Richtung Osten in die Planungen aufgenommen werden.
Dazu wurde von der Vollversammlung des Stadtrates im Rahmen der
Behandlung der Sitzungsvorlage „Regionalzughalt Poccistraße – Planung eines ostseitigen Bahnsteigzugang“ (RIS-Sitzungsvorlage Nr.: 20-26/V 05910) am 27.7.2022 beschlossen, die dafür notwendige Kostenbeteiligung der Landeshauptstadt München in Höhe von 220.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Der zusätzliche Ausgang soll nach Möglichkeit über die Ruppertstraße geführt werden.
Zudem fanden bereits erste Gespräche zwischen der Deutschen Bahn AG und den Stadtwerken München statt mit dem Ziel, eine attraktive Umsteigemöglichkeit zum geplanten U-Bahnhalt der U9 zu realisieren.
Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen hiermit zufriedenstellend beantworten konnte.