Was bedeutet die Machbarkeitsuntersuchung zur Radschnellverbindung von Fürstenfeldbruck nach München für die Stadt?
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Professor Dr. Jörg Hoffmann, Gabriele Neff, Richard Progl und Fritz Roth (FDP BAYERNPARTEI Stadtratsfraktion) vom 24.10.2022
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
Zunächst möchten wir um Entschuldigung bitten, dass Sie bisher noch keine Rückmeldung von uns erhalten haben.
In Ihrer Anfrage legen Sie folgenden Sachverhalt zu Grunde:
Fertigstellung der Machbarkeitsstudie des Landkreises Fürstenfeldbruck zum Radschnellweg Richtung München.
Herr Oberbürgermeister Reiter hat mir Ihre Anfrage zur Beantwortung zugeleitet. Die darin aufgeworfenen Fragen beantworte ich wie folgt:
Frage 1:
Gibt es Planungen auf Seiten der Landeshauptstadt München, die Eichenauer Straße für den KfZ-Verkehr komplett zu sperren und hier nur noch einen Fahrradweg zu ermöglichen?
Antwort:
Bereits in der Beschlussvorlage des Referats für Stadtplanung und Bauordnung vom 24.7.2019 „Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen beim Ausbau der S4 West Pasing-Buchenau“ (Vorlagen-Nr.: 14-20/V 13679) wurde diese Frage thematisiert.
Unter anderem wird darin Folgendes ausgeführt:
„Aus Sicht des Referats für Stadtplanung und Bauordnung ist die Verbindung zwischen Aubing und Puchheim (nördlich oder südlich der Bahn) gut für eine Radschnellverbindung geeignet. Es existieren aber derzeit noch keine konkreteren Planungsvorstellungen, die hier schon berücksichtigt werden können. Es wird empfohlen, in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Fürstenfeldbruck und der Gemeinde Puchheim eine Radschnellverbindung zwischen Puchheim und Pasing Zentrum zu konkretisieren.
Zielsetzung des Mobilitätsreferates ist eine durchgängige Fuß- und Radwegverbindung zwischen Puchheim und der Landeshauptstadt München, die vom motorisierten Individualverkehr getrennt ist. Aus Sicht des Mobilitätsreferates ist sowohl eine Führung nördlich oder südlich der Bahnmöglich und sollte u.a. wegen des Eingriffs in die Aubinger Lohe vor einer Festlegung intensiv geprüft werden.“
Unter der Antragsnummer 7 im o.g. Beschluss wurde weiter Folgendes ausgeführt.
„Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung (heute Mobilitätsreferat) wird gebeten, eine Machbarkeitsstudie für eine schnelle Radverkehrsverbindung zwischen Puchheim und Pasing Zentrum in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Puchheim und dem Landkreis Fürstenfeldbruck durchzuführen. Dabei sind folgende Varianten prioritär zu bearbeiten (hier nur Antragsnummer 7a aufgelistet):
a Schließung der Eichenauer Straße für den motorisierten Individualverkehr (MIV) und Verwendung der Straße als Radschnellweg (mit begleitenden Gehweg). Die Verlagerung des Durchgangsverkehrs und die
Folgen auf das aufnehmende Straßennetz ist dabei darzustellen.“
Das Mobilitätsreferat hat im Jahr 2022 eine Machbarkeitsstudie zur Eichenauer Straße vergeben, die auch diesen Aspekt einer Radwegführung prüft. Die Fertigstellung der Untersuchung ist für das 2. Quartal 2023 vorgesehen. Im Anschluss werden die Ergebnisse ausgewertet und dem Stadtrat vorgelegt.
Frage 2:
Wie ist der Anschluss des Radschnellweges aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck nach München über die A96 konkret vorgesehen?
Antwort:
Die Radschnellverbindung Fürstenfeldbruck – München verläuft nicht über die Bundesautobahn BAB A96. Die Querung des Radschnellweges über die Bundesautobahn BAB A99 erfolgt im Zuge der Eichenauer Straße auf dem Aubinger Tunnel.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.