Der Zeitzeuge Teunis van Houwelingen war vom 8. bis 11. Oktober auf Einladung des NS-Dokumentationszentrums in der Landeshauptstadt München zu Gast. Neben dem Besuch des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers Neuaubing wurde van Houweligen auch im Rathaus durch
Stadtrat Stefan Jagel (Stadtratsfraktion DIE LINKE. / Die PARTEI) in Vertretung des
Oberbürgermeisters empfangen. Teunis van Houweligen musste als 18-Jähriger in Neuaubing und am Münchner Hauptbahnhof Zwangsarbeit leisten. Der heute 96-jährige Niederländer ist einer der
letzten Zeitzeugen, die noch über ihre Zeit als Zwangsarbeiter während der NS-Diktatur berichten können. Zu Beginn seines Aufenthalts in München sprach van Houwelingen daher zunächst mit Historiker*innen des NS-Dokumentationszentrums über seine Lebensgeschichte und seine Erinnerungen, die Eingang in die am Erinnerungsort Neuaubing entstehende Ausstellung finden wird. Danach stand ein gemeinsamer Rundgang über das ehemalige RAW-Gelände und das Zwangsarbeiterlager in Neuaubing auf dem Programm. Am Dienstag besuchte Teunis van Houwelingen zunächst den Hauptbahnhof und das NS-Dokumentationszentrum, bevor er am Nachmittag gemeinsam mit seiner Familie offiziell von Stadtrat Jagel im Rathaus empfangen wurde.
Im Münchner Stadtteil Neuaubing entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers eine Dependance des NS-Dokumentationszentrums München mit Ausstellungen und Vermittlungsangeboten. Weitere Informationen unter nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing.de Achtung Redaktionen: Das Foto (© NS-Dokumentationszentrum München/Benjamin Ganzenmüller) zeigt Teunis van Houwelingen bei seinem Besuch im ehemaligen Zwangsarbeiter*innenlager in Neuaubing.