Oberbürgermeister Dieter Reiter gratuliert Ottfried Fischer zum bevorstehenden 70. Geburtstag: „‚Irgendwie und Sowieso‘ ist es fast unmöglich, all die Rollen in Fernsehserien und Filmen aufzuzählen, in denen Sie seit den 1980er Jahren zu sehen waren und mit denen Sie die Herzen des Publikums eroberten. Franz Xaver Bogner besetzte Sie 1985 als Felix in ‚Zur Freiheit‘, im BR konnte man Sie 1988 in der Serie ‚Schwammerlkönig‘ kennenlernen, in zahlreichen Filmen aus den 80er, 90er und 2000er Jahren waren Sie zu bewundern – und als Hauptkommissar Benno Berghammer bzw. ‚Bulle von Tölz‘ erlangten Sie neben Ruth Drexel wahren Kultstatus. Für viele unvergesslich ist auch der Pfarrer Braun in der gleichnamigen Reihe ab 2003, der zwar in permanente Konflikte mit der kirchlichen Obrigkeit gerät, den Sie aber mit so viel Witz und Gottvertrauen ausstatteten, dass er die allerkompliziertesten Kriminalfälle aufklärt. Ihrer großen künstlerischen Liebe aber, dem Kabarett, sind Sie trotz dieser vielen Fernseh- und Filmauftritte treu geblieben. 1978 begann im ‚Münchner Hinterhoftheater‘ Ihre Zeit mit den ‚Machtschattengewächsen‘ um Günter Knoll, bald darauf auch Ihre Solokarriere. Bei Ihren zahlreichen Live-Auftritten von Bayern bis Schleswig-Holstein wurden Sie vom Publikum gefeiert. Ihre eigenen Programme, oft mit Kollegen und mit grandio- ser Musik, waren aus dem Lustspielhaus und der Münchner Lach- und Schießszenerie über viele Jahre und Jahrzehnte nicht wegzudenken. Die Landeshauptstadt München verlieh Ihnen für Ihre großen Verdienste, insbesondere für die Kabarett-Kunst, 2014 die Medaille ‚München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens‘ in Gold. Ebenso erhielten Sie unter zahlreichen anderen Preisen 2013 den Deutschen Fernsehpreis für Ihr Lebenswerk, 2017 den Deutschen Comedypreis für Ihr Lebenswerk und 2019 den Bayerischen Kulturpreis – letzteren sicher auch, weil Sie dem Publikum ein Bayern abseits des Klischees zeigten.
Für die kommenden Jahre wünsche ich Ihnen viel Kraft und Lebensfreude und hoffe, dass Sie weiterhin künstlerisch aktiv sein können.“