Das für heute Abend geplante interreligiöse Friedensgebet findet nicht statt. Dazu erklärt Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Gerade in dieser hochemotionalen Zeit, die auch in unserer Münchner Stadtgesellschaft deutlich zu spüren ist, fand ich die Idee eines interreligiösen Friedensgebets unterstützenswert. Mir ging es darum, als Münchner Oberbürgermeister zu deeskalieren und den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft zu stärken. Deswegen habe ich es begrüßt, dass auf Initiative von Münchner Imamen auch spontan Vertreter der jüdischen, katholischen und evangelischen Religionsgemeinschaften ihre Teilnahme an einem gemeinsamen interreligiösen Friedensgebet zugesagt haben. Es war Voraussetzung für die Übernahme meiner Schirmherrschaft, dass auch ein Vertreter der jüdischen Glaubensgemeinschaft ein Gebet spricht. Das ist nun leider nicht mehr der Fall. Das bedauere ich, habe aber auch Verständnis dafür. Die Zeit ist derzeit offenbar nicht reif, um in und für München ein gemeinsames Friedensgebet zu ermöglichen. Unabhängig davon appelliere ich an alle Münchnerinnen und Münchner, weiterhin friedlich zu bleiben und sich nicht dem Hass und der Hetze hinzugeben.“