Die inklusive Stadtgesellschaft ist übergeordnetes Ziel der Landeshauptstadt München. Im Rahmen des ersten (2013) und zweiten (2019) Aktionsplanes sind dafür vielfältige Maßnahmen auf den Weg gebracht worden. Auch für das Referat für Bildung und Sport ist die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen handlungsleitend und wird mit verschiedenen Maßnahmen und Angeboten systematisch weiterentwickelt. Dazu gehören die Inklusion in den Kindertagesstätten, der städtische Beratungsfachdienst Inklusion, die Weiterbildungsberatung, das Stufenkonzept Inklusion sowie zahlreiche Förderangebote an außerschulischen Lernorten, die häufig von freien Träger*innen umgesetzt werden. Ab 1. Januar 2024 wird das Referat für Bildung und Sport darüber hinaus eine zentrale Koordinierungsstelle für Familien zu inklusiven Angeboten im Bildungsbereich einrichten. Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen und die Mittel für 2,5 Mitarbeitenden-Stellen bewilligt.
Aufgabe dieser Erstanlaufstelle wird sein, eine Lotsenfunktion auszuüben, um Familien ganzheitlich zu den vorhandenen Fördermöglichkeiten zu informieren und sie an die entsprechenden Anlauf- und Beratungsstellen zu vermitteln. Dafür werden die Mitarbeiter*innen eng mit den bestehenden Akteuren im städtischen und staatlichen Bereich sowie den Querschnittsstellen der Landeshauptstadt München zusammenarbeiten. Das Angebot der Koordinierungsstelle richtet sich besonders an Familien, für die sprachliche oder sozio-kulturelle Barrieren den Zugang zu den inklusiven Angeboten erschweren. Entsprechend verfügen die Mitarbeitenden über eine hohe interkulturelle Beratungskompetenz und Sensibilität für strukturelle Diskriminierungen im Kontext von Behinderung, Sprache sowie Migrations- und Fluchterfahrung.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Um Kinder und Jugendliche mit Behinderungen optimal zu fördern, müssen oft spezialisierte Anlaufstellen mit jeweils eigenen Leistungs- sowie Kostenträgern eingebunden werden. Das überfordert viele Familien. Wir wollen ihnen den Weg erleichtern und sorgen dafür, die Kinder zielgerichtet und schnell in die für sie passenden Angebote zu bringen.“
Stadtschulrat Florian Kraus: „In München gibt es bereits viele inklusive Angebote, sowohl städtisch als auch städtisch gefördert. Darauf können wir sehr stolz sein. Die neue Koordinierungsstelle wird das gesamte Angebot zuverlässig für alle Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen erschlie- ßen und uns einen großen Schritt weiterbringen auf dem Weg zur uneingeschränkten Teilhabe an allen Bildungseinrichtungen – auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit.“
Vorstandsmitglied des Behindertenbeirats, Nadja Rackwitz-Ziegler: „Sowohl die inklusiven Angebote als auch die betroffenen Familien verdienen eine verbesserte Beratungssituation. Umständliche und lange Beratungswege für die Eltern müssen vermieden werden. Der Behindertenbeirat begrüßt daher die Einrichtung der zentralen Koordinierungsstelle ausdrücklich.“