Der Stadtrat hat heute vorbehaltlich der Zustimmung durch die Vollversammlung die Zielvorgaben für die städtischen Wohnungsbaugesellschaften zur Bestandssanierung festgelegt. Konkret soll eine Sanierungsrate von vier Prozent pro Jahr im Effizienzhausstandard (EH) 55 umgesetzt werden, soweit dies technisch, ökologisch, sozial und wirtschaftlich sinnvoll möglich ist. Bei 37 Prozent des gemeinsamen Wohnungsbestands gibt es keinen Handlungsbedarf, bei elf Prozent steht eine Heizungsumstellung an und bei den restlichen 52 Prozent ist eine Sanierung notwendig. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG München und GEWOFAG (ab 1. Januar fusioniert zur Münchner Wohnen) gehen damit bei den Klima- schutzzielen der Landeshauptstadt München vorbildhaft in ihrer Rolle als soziale Vermieterin voran.
Sie stellten dafür einen Sanierungsfahrplan vor, der einen ersten groben Finanz- und Ressourcenbedarf zeigt. Die darin ermittelten Kostenkennwerte für ausgewählte Typgebäude sind ein wichtiger Schritt zur Erstellung von individuellen Sanierungsfahrplänen für die jeweiligen Wohngebäude. Eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wohnungsbestände von aktuell zirka 70.000 Wohnungen der beiden städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG München und GEWOFAG hat für die Landeshauptstadt München eine vorrangige Bedeutung. Mit der Steigerung der Sanierungsrate leistet die Stadt München einen wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität.