Jetzt geht es los: Das Vergabeverfahren für eine soziokulturelle Zwischennutzung des Hanns-Seidel-Platzes im Sanierungsgebiet Neuperlach Zentrum war erfolgreich. Den Zuschlag erhielt die Bietergemeinschaft um Günes Seyfarth und Michael Kern, die unter der Beteiligung der Bürger*innen und Anwohner*innen die derzeit wenig genutzte brachliegende Fläche am Hanns-Seidel-Platz beleben und zu einem identitätsstiftenden Ort in Neuperlach umgestalten wird. Seyfarth und Kern sind in der Münchner Gastro- und Kulturszene für ihre Projekte wie Lovelace, Sugar Mountain und dem Shaere/Community Kitchen bekannt.
Gefordert war im Rahmen der Ausschreibung eine öffentlich zugängliche und vorwiegend konsumfreie Zwischennutzung auf der städtischen Fläche des Hanns-Seidel-Platzes als temporäre Überbrückung bis zur Errichtung des geplanten Kultur- und Bürgerzentrums. Gefördert wird die Zwischennutzung mit Städtebauförderungsmitteln aus dem Bayerischen Sonderfonds „Innenstädte beleben“, die Kofinanzierung erfolgt über die Landeshauptstadt München.
Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk: „Ich freue mich darüber, dass die Landeshauptstadt München mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr den Rahmen geschaffen hat, um bis zum Baubeginn des Kulturbürgerhauses am Hanns-Seidel-Platz eine öffentliche und vielfältig nutzbare Fläche zu entwickeln. Dies wird einen Ort der Begegnung, Erholung und Kultur im Herzen des Stadtteils Neuperlach etablieren. Ich bin sehr gespannt darauf, was dort entstehen wird, und bin sicher, dass dies einen bedeutenden Impuls für den Stadtteil darstellen wird.“
Auf der städtischen Fläche am Hanns-Seidel-Platz soll ein Ort entstehen, das sogenannte „Neuperland“, das auch die Bewohner*innen mitgestalten sollen. Das eingereichte Zwischennutzungskonzept sieht unter anderem multifunktionale Zonen, die zum Beispiel für Veranstaltungen genutzt werden können, Aktivflächen für die sportliche Betätigung, Gemeinschaftsgärten, Sitzgelegenheiten, einen Food-Truck, Toiletten und auch abschließbare, überdachte Räumlichkeiten vor. Letztere können von Vereinen, dem Bezirksausschuss und auch anderen Interessierten etwa für Ausstellungen genutzt werden. Die gesamte Fläche bietet somit viele interessante Nutzungsmöglichkeiten.
Die Fläche soll schrittweise aus nachhaltigen und wiederverwendbaren Materialien bebaut und gestaltet werden. Im Laufe des Jahres 2024 sollen alle wichtigen baulichen Bestandteile fertiggestellt werden; gestartet wird schon im Dezember mit einem Weihnachtsmarkt an den Adventswochenenden, der ein vielfältiges Programm für die Bürger*innen bietet.