Das Referat für Bildung und Sport passt die Förderung von Eltern-Kind-Initiativen an und würdigt damit deren bürgerliches Engagement. Ab 1. Januar 2024 wird das EKI-Fördermodell nur in Verbindung mit EKI-Plus gewährt und für die kommenden drei Jahre weitergeführt. Eltern-Kind-Initiativen erhalten damit die von ihnen geforderte finanzielle Absicherung und Elternentgeltentlastung.
Für die Reduzierung der Elternentgelte erhalten Eltern-Kind-Initiativen einen finanziellen Ausgleich. Das Referat für Bildung und Sport und der Verein Kleinkindertagesstätten (KKT) hatten einen gemeinsamen Vorschlag zur Anpassung der Ausgleichszahlungen erarbeitet.
Ab 2024 werden die Ausgleichszahlungen zur Kompensation der Kostensteigerungen in den Jahren 2019 bis 2023 um 14,8 Prozent erhöht und ab 2025 jeweils um die angekündigte Basiswerterhöhung des Vorjahres. Der Basiswert wird jährlich durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unter der Berücksichtigung der bisherigen Personalkosten fortgeschrieben. Zukünftig sollen in diesem Basiswert auch Energiekosten und sonstige Preissteigerungen berücksichtigt werden. Mit diesem Schritt greift die Landeshauptstadt München die Petition „Bezahlbare Kinderbetreuung in Eltern-Kind-Initiativen sichern JETZT!“ des Bündnisses „EKI für Alle“ vom 25. Juli 2023 auf.
Da die Einrichtungen Elternentgelte nach der Richtlinie EKI-Plus nicht erhöhen dürfen und die Einnahmen aus dem Trägerausgleich aufgrund der Kostensteigerungen (Personal, Miete, Energie, Sachkosten) nicht mehr ausreichten, waren Eltern-Kind-Initiativen gezwungen, zur Deckung ihrer Kosten „freiwillige“ Vereinsbeiträge von den Eltern zu erheben und diese regelmäßig zu erhöhen. Mit der Anpassung der Ausgleichszahlungen und fortlaufenden Dynamisierung sollten sich zusätzliche Vereinsbeiträge zukünftig erübrigen.
Aktuell werden insgesamt 214 von 230 Eltern-Kind-Initiativen nach dem EKI-Fördermodell von der Landeshauptstadt München bezuschusst. Diese profitieren alle von der Anpassung der Zuwendungen.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Eltern-Kind-Initiativen leisten einen unverzichtbaren Beitrag in der Münchner Betreuungslandschaft. Mit der Neuregelung der Finanzierung würdigt die Landeshauptstadt München dieses Engagement und stellt es auf tragfähige Füße.“ Stadtschulrat Florian Kraus: „Mit der Neuregelung und Dynamisierung der EKI-Förderung wird eine verlässliche Perspektive für Eltern-Kind-Initiativen geschaffen und dem besonderen bürgerschaftlichen Engagement der EKIs Rechnung getragen. Darüber freue ich mich sehr.“