Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat über 2.500 neue Wohnungen, eine Grundschule und mehrere Kindertagesstätten auf den Weg gebracht. Außerdem wurde mit der Clemensstraße (Hohenzollernkarree) der erste sektorale Bebauungsplan in München beschlossen.
Auf dem rund 12 Hektar großen Kirschgelände in Allach-Untermenzing soll ein gemischt genutztes Wohnquartier mit 1.240 Wohnungen entstehen, davon 410 im geförderten Wohnungsbau. Außerdem werden dort eine Grundschule und Kindertagesstätten gebaut sowie private und öffentliche Grünflächen angelegt. Durch die Umstrukturierung des bestehenden Gewerbegebietes sollen zudem die Belastungen durch Lärm und den Schwerlastverkehr reduziert werden. Der Ausschuss hat dazu die Satzung des Bebauungsplans mit Grünordnung Nr. 2146 und vorberatend die Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen.
Der Firmenparkplatz des Siemensareals am Otto-Hahn-Ring in Neuperlach soll sich künftig in ein Quartier mit 725 Wohnungen, davon 217 im geförderten und 73 im preisgedämpften Wohnungsbau, zwei Kindertagesstätten sowie privaten Freiflächen und öffentlichen Grünflächen verwandeln. Den entsprechenden Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2145 hat der Stadtrat gebilligt. Entwickelt wurde der Bebauungsplan auf Basis des Entwurfs von Professor Biedermann Architekten, München, mit Mathias Wolf Landschaftsarchitekt, Fürstenfeldbruck. Geplant ist, kompakt und flächenschonend zu bauen, mit unterschiedlichen Wohnformen und Wohntypologien.
In der sogenannten Hirmerei am nordwestlichen Stadtrand entsteht ein Quartier mit 233 neuen Wohnungen für zirka 560 Einwohner*innen und einer Kindertageseinrichtung. Dem entsprechenden Billigungsbeschluss für den Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2164 hat der Stadtrat ebenfalls zugestimmt. Grundlage der Planungen war der Siegerentwurf des vorangegangenen Realisierungswettbewerbs von Palais Mai, München, zusammen mit Grabner Huber Lipp, Freising. Es entsteht ein kompaktes Wohnviertel auf dem annähernd dreieckigen Grundstück zwischen Eversbusch-, Otto-Warburg-Straße und den Gleisen der S-Bahn-Linie 2.
Mit dem sektoralen Bebauungsplan Clemensstraße sichert die Stadt im sogenannten Hohenzollernkarree dauerhaft bezahlbaren Wohnraum. Es handelt sich dabei um den ersten sektoralen Bebauungsplan in München. Mit diesem rechtlichen Instrument können Kommunen geförderten Wohnungsbau in Gebieten festlegen, in denen es keinen Bebauungsplan gibt. Der sektorale Bebauungsplan gibt künftig eine Quote für den geförderten Wohnungsbau vor: Wird innerhalb des bestehenden, bislang nicht realisierten Wohnbaurechts neuer Wohnraum geschaffen, müssen 40 Prozent der neuen Geschossfläche im geförderten Wohnungsbau entstehen. Die Landeshauptstadt München setzt damit ein deutliches Zeichen, dass sie die neue Rechtsgrundlage konsequent anwendet und dass sie generell – auch im Bestand – alle rechtlichen Möglichkeiten nutzt, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu sichern.
Weitere Informationen zu den Projekten:
- Kirschgelände: https://stadt.muenchen.de/infos/kirschgelaende.html
- Siemensareal: https://stadt.muenchen.de/infos/otto-hahn-ring.html
- Hirmerei: https://stadt.muenchen.de/infos/wohngebiet-hirmerei.html
- Hohenzollernkarree: https://stadt.muenchen.de/infos/clemensstrasse.html