Im NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz, findet am Dienstag, 12. Dezember, 19 Uhr, die Diskussion „NSU-Aufarbeitung mit staatlicher Unterstützung?“ statt. Ende 2021 hat die Bundesregierung die NSU-Aufarbeitung auf ihre Agenda gesetzt. Laut Koalitionsvertrag will sie ein Dokumentationszentrum und einen Erinnerungsort zum NSU-Komplex unterstützen. Zudem will sie ein Archiv zu Rechtsterrorismus auf den Weg bringen. Ähnliche Initiativen gibt es auf Landesebene in Thüringen und Sachsen. Im Rahmen eines Projektes in Sachsen ist eine Konzeptions- und Machbarkeitsstudie für ein Dokumentationszentrum entstanden, das die Betroffenen einbezieht. Gleichzeitig wurde ein Vorschlag entwickelt, wie das dezentrale bundesweite Aufarbeitungsnetzwerk gestärkt werden kann. Die beiden Mitautor*innen der Stu- die, Dana Schlegelmilch und Jörg Buschmann (RAA Sachsen e.V.), werden die Eckpunkte des Konzepts vorstellen und im Gespräch mit Mandy Boulgarides und Gavriil Voulgaridis über folgende Fragen diskutieren: Welche Chancen bieten sich in Sachsen und bundesweit? Was braucht es, damit Aufarbeitung und Gedenken lokal und regional verstetigt werden können? Welche Erwartungen gibt es an die Politik, aber auch an Akteur*innen der Aufarbeitung?
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter nsdoku.de/programm. Informationen zur Barrierefreiheit unter www.nsdoku.de/barrierfreiheit.