Masken verzögern Sprachentwicklung bei Kindern – Evaluation zur aktuellen Situation über den Entwicklungsstand von Kindern in den Betreuungseinrichtungen der Landeshauptstadt München
Antrag Stadtrats-Mitglieder Daniel Stanke, Markus Walbrunn und Iris Wassill (AfD) vom 21.7.2022
Antwort Stadtschulrat Florian Kraus:
In Ihrem Antrag baten Sie darum, dass der Oberbürgermeister beauftragt wird, „die zuständigen Referate eine Evaluation an Kitas und Grundschulen der Landeshauptstadt durchführen zu lassen, um zu ermitteln, inwieweit sich das Tragen von Masken des Betreuungspersonen sowohl auf die sprachliche als auch die psychische Entwicklung von Kindern seit Beginn der Corona-Maßnahmen bis heute ausgewirkt hat.“
Hierzu kann ich Ihnen, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, Folgendes mitteilen:
Durch die Corona-Arbeitsschutzverordnung (http://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben/sars-cov-2-arbeitsschutzverordnung.html) war die Landeshauptstadt München wie alle Arbeitgeber*innen verpflichtet, auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung betriebliche Hygienekonzepte zu erstellen und entsprechende Hygieneschutzmaßnahmen im Fall einer Pandemie zu gewährleisten.
In diesem Zusammenhang wurden in den vergangenen Jahren der
Corona-Pandemie stets alle Vorgaben, auf Bundesebene durch das Robert-Koch-Institut (www.rki.de/DE/Home/home-page_node.html) sowie auf Landesebene durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (www.stmas.bayern.de), hinsichtlich des Tragens von Masken durch Betreuungspersonen für die Kindertageseinrichtungen in der Landeshauptstadt München eingehalten. Auf diesen Grundlagen erstellte der Geschäftsbereich KITA zudem regelmäßig angepasste und aktualisierte Corona-Regelungen inklusive einem entsprechenden Hygienekonzept für die Münchner Kindertageseinrichtungen. Die jeweils geltenden Vorgaben waren tagesaktuell für Mitarbeitende und die Familien im Internet unter stadt.muenchen.de zu finden.
Die erwähnte Studie aus Großbritannien ist dem Geschäftsbereich KITA bekannt. Es handelt sich hierbei nach Angaben der Autor*innen um nicht-repräsentative Stichproben, deren Ergebnisse nicht als wissenschaftlich fundiert gelten können.Eine eigene Evaluation hinsichtlich der sprachlichen Auswirkungen des Maskentragens auf Kinder ist für Münchner Kindertageseinrichtungen nicht geplant. Es gibt bereits zahlreiche welt- und bundesweite Untersuchungen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche. Hier unterscheidet sich die Situation in den Münchner Kindertageseinrichtungen nicht von den bereits bestehenden Ergebnissen.
Um den bekannten Folgen auf die Kinder und Jugendlichen in der Landeshauptstadt München wirksam zu begegnen und Kinder und Familien zu stärken, hat der Münchner Stadtrat bereits im Januar 2022 ein gro-ßes Maßnahmenpaket in Höhe von 2,347 Millionen Euro beschlossen („Münchner Masterplan ‚Junge Menschen raus aus der Pandemie‘“, Sitzungsvorlage Nr. 20-26/V 04983 sowie Rathaus-Umschau 7/2022 (veröffentlicht am 12.1.2022)).
Darüber hinaus werden auch für die sprachliche Förderung Sach- und Personalressourcen zur Verfügung gestellt. Um diese Angebote auch weiterhin zu sichern, wurde im Dezember 2020 eine Weiterführung des Münchner Masterplans durch den Stadtrat beschlossen und dazu erneut weitere Finanzmittel zur Verfügung gestellt (vgl. Sitzungsvorlage Nr. 20-26/V 08172).
Ich bitte um Kenntnisnahme der vorstehenden Ausführungen und gehe gleichzeitig davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.