Die Landung der alliierten Truppen in der Normandie begann am 6. Juni 1944, dem D-Day, und markierte den Anfang der Großoffensive gegen die deutsche Wehrmacht. In der „Open Scene“ am Donnerstag, 30. Mai, 19 Uhr, zeigt das Filmmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, das monumentale Kriegsdrama „The Longest Day (Der längste Tag)“aus dem Jahr 1962 in Erinnerung an diesen Tag. Mit einem einmaligen Aufgebot internationaler Stars entstand einer der letzten großen Kinofilme in Schwarzweiß, für den Hollywood-Produzent Darryl F. Zanuck gleich drei Regisseure verpflichtete, um den entscheidenden Augenblick des Zweiten Weltkrieges detailgetreu und packend zu verfilmen.
Über „The Longest Day“
„Die ersten 24 Stunden der Invasion sind die entscheidenden. Für die Alliierten und für Deutschland wird es der längste Tag sein.“ Als Generalfeldmarschall Rommel diesen Gedanken am 24. April 1944 formuliert, wird die Invasion stündlich erwartet. Nur vier Tage später scheitert ein erster Versuch der US-Truppen. Am 6. Juni landet dann eine gigantische Armada an der französischen Kanalküste; die deutschen Besatzungssoldaten begreifen zu spät, was auf sie zukommt. Der in der Kameraarbeit überragenden Kriegsfilm erzählt die Landung in der Normandie aus britischer, amerikanischer und deutscher Perspektive und setzt auf eine genaue Rekonstruktion der historischen Ereignisse und auf Detailtreue. So kommt auch das über die BBC London im Radio gesendete Gedicht „Chanson d‘automne“ („Herbstlied“) von Paul Marie Verlaine ins Spiel, das als Code die alliierten Truppen und die französische Résistance über den kurz bevorstehenden Angriff auf die Deutschen im besetzten Frankreich informierte. Die aufwändigen Dreharbeiten fanden im November 1961 mit 1.200 Komparsen u.a. am Strand La Conche des Baleines und auf Korsika statt. „The Longest Day“ wurde 1963 mit zwei Oscars für die beste Kamera und die besten Spezialeffekte ausgezeichnet.
Der Eintritt kostet 6 Euro beziehungsweise 5 Euro bei Mitgliedschaft im MFZ. Kartenvorverkauf ist sieben Tage im Voraus online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.