Eisenbahnüberführung Dachauer Straße
Antrag Stadträte Leo Agerer und Alexander Reissl (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 27.7.2023
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
Zunächst möchte ich mich für die verspätete Antwort entschuldigen.
In Ihrem oben genannten Antrag fordern Sie ein Verkehrskonzept für die Abwicklung der umfangreichen Umleitungen während der Sperrung der Dachauer Straße wegen des Neubaus der Eisenbahnüberführung zu erarbeiten und dem Stadtrat zum Beschluss vorzulegen.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, erlauben wir uns, Ihren Antrag als Brief zu beantworten.
Zu Ihrem Antrag Nr. 20-26/A 04043 vom 27.7.2023 teilt Ihnen das Mobilitätsreferat Folgendes mit:
Für Baumaßnahmen im Stadtgebiet wird immer der Einzelfall betrachtet. Jeder der beteiligten Maßnahmenträger hat ein hohes Interesse an möglichst geringen verkehrlichen Auswirkungen auf die betroffenen einzelnen Straßenbereiche, die die Vollsperre des Individualverkehrs auslöst.
Im vorliegenden Fall der Dachauer Straße Höhe Moosach wird bereits frühzeitig durch Anordnung von Vorhinweisbeschilderung auf die Durchfahrtssperre hingewiesen. Diese Beschilderung ist im Bereich des Wintrichrings, des Georg-Brauchle-Rings und in der Max-Born-Straße sichtbar und weist den Verkehr auf die veränderte Verkehrssituation hin. Wir sind bereits seit längerer Zeit mit der MVG in Kontakt, damit die Auswirkungen für die Nutzer des ÖPNV so gering wie möglich sein werden. Hierzu wurden die Buslinien geteilt. Für den Fuß- und Radverkehr ist es bis auf kurzzeitige Ausnahmen jederzeit möglich, die Unterführung zu passieren.
Seit Beginn der Vollsperrung der Dachauer Straße wurden diverse Optimierungen der Verkehrssituation durch das MOR durchgeführt. Es wurden die Ampelschaltungen an der Kreuzung Gröbenzeller Straße/Dachauer Straße sowie an der Max-Born-Straße optimiert auf den veränderten Verkehrsfluss. An der Kreuzung Dachauer Straße/Gröbenzeller Straße sind die positiven Auswirkungen dieser Maßnahme auf den dortigen Verkehrsablauf vor Ort feststellbar. Zusätzlich wird sich der Kreuzungsbereich nach Beendigung der Spartenarbeiten der SWM noch weiter entspannen, daRadfahrende dann wieder auf dem gewohnten Weg fahren können und somit wieder mehr Platz für den Linienverkehr vorhanden ist.
An der Max-Born-Straße/Dachauer Straße wurde die Freigabedauer für fraglichen Linksabbieger aus der Max-Born-Straße in Richtung Dachauer Straße verlängert.
An der Untermenzinger Straße/Allacher Straße können kaum Anpassungen vorgenommen werden, da die Ampel durch eine Maßnahme der Unfallkommission nicht weiter verändert werden kann. Angepasst wurde jedoch die Induktionssschleife an der Moosstraße. Diese muss deutlich länger belegt sein, um eine Zwangsumschaltung zu generieren, wodurch die Attraktivität der Umfahrung über Hartmannhofen sinkt und zugleich der Verkehrsfluss auf der Allacher Straße nicht zusätzlich gebremst wird.
Im Wissen um die geringe Belastbarkeit des angrenzenden Straßennetzes wurden Maßnahmen am Stromnetz der Stadtwerke durch das MOR verschoben und eine Umplanung erwirkt, damit keine weiteren Belastungen für die angrenzenden Straßen entsteht. Sämtliche Maßnahmen lassen sich allerdings nicht nacheinander verschieben, so dass weiterhin parallel auch die Arbeiten am Fernwärmenetz in Moosach stattfinden werden.
Wir möchten noch darauf hinweisen, dass von Seiten der Deutschen Bahn (DB) eine vom BA Moosach geforderte Bürgerversammlung zur Information der Bürgerschaft über die Maßnahme, bisher nicht weiterverfolgt wurde. Des Weiteren macht das MOR deutlich, dass man bei den Sperrungen auf die Angaben und Zeitvorgaben angewiesen ist, die die DB vorgibt. Ein Internetauftritt der DB zu Eisenbahnüberführung über die Sperrungen/ Baufortschritte wurde von Seiten der DB nicht in Aussicht gestellt.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.