Am Sonntag, 2. Juni, 18 Uhr, gibt es eine Fortsetzung im Zyklus der „Sonnengesänge“. Der Schriftsteller und Filmemacher Werner Fritsch ist zu Gast im Filmmuseum, Sankt-Jakobs-Platz 1, und präsentiert den vierten Teil seiner Filmmeditation „Faust Sonnengesang IV“, in deren Mittelpunkt Asien steht. Bekannte Filmformen werden darin aufgehoben, drei Stunden lang fließen Bilder von betörender Schönheit an den Augen der Betrachter vorbei.
„Aus Atem kam im alten China die Schöpfung. Atem erfüllt Faust im Paradiesgarten. Er versteht, wie sein Atem in den Wind übergeht, der die Bäume bewegt. Im Garten kommt er zur Ruhe: in der Meditation… Die Reise beginnt in Georgien: Der an den Kaukasus geschmiedete Prometheus, der ans Kreuz geschlagene Christus sind als Insignien von Unfreiheit und Tod zugegen. Mephista erscheint Faust als Mutter Erde, ans Kreuz geschlagen durch Dogmen, Gewalt und Krieg. Ans Kreuz geschlagen durch uns.“ (Werner Fritsch)
Der Film endet damit, dass die Muse Asia Faust ein Mittel gegen den Tod (oder die Angst davor) kredenzt.
Der Eintritt kostet 6 Euro beziehungsweise 5 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Aufschlag bei Überlänge. Kartenvorverkauf ist sieben Tage im Voraus online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.