AKIM (Allparteiliches Konfliktmanagement in München) startet ab Juni mit dem Pilotprojekt „MucAware – Achtsamkeit im öffentlichen Raum“. Bis August werden MucAware-Teams, bestehend aus jeweils zwei Personen, im Englischen Garten sowie rund um die
Gerner Brücke aktiv sein und gezielt und niederschwellig von Diskriminierung betroffene Personen unterstützen.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Unser Ziel ist es, das subjektive Sicherheitsgefühl zu erhöhen und auf Krisen unmittelbar reagieren zu können. MucAware fördert das Bewusstsein für die Alltäglichkeit von Diskriminierung. Die Teams vermitteln verschiedene Perspektiven bezüglich eines achtsamen und respektvollen Miteinanders und wirken so Konfliktsituationen im öffentlichen Raum präventiv und deeskalierend entgegen. Das ist insbesondere im Nachtleben und beim nächtlichen Feiern wichtig.“ Awareness-Arbeit im öffentlichen Raum ist für alle Nutzer*innen ein Gewinn, da es immer um die Achtung und den Respekt der persönlichen Grenzen aller anwesenden Personen geht. Marginalisierte Personen stehen dabei besonders im Fokus, da diese aufgrund ihrer geringeren Privilegien anfälliger für Gefährdungen sind und weniger Ressourcen haben, sich zu schützen.
Ein weiteres Ziel ist die Sensibilisierung aller Nutzer*innen des öffentlichen Platzes hinsichtlich eines verantwortungsbewussten Umgangs mit dem öffentlichen Raum, was auch eine gründliche Müllentsorgung und das Einhalten der Nachtruhe umfasst.
Die MucAware-Teams sind divers besetzt und bringen Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Awareness-Arbeit mit. Durch Leuchtballons sowie LED-Rucksäcke sind die Teams auch in schwach beleuchteten Arealen sichtbar.
Zwischen 31. Mai und voraussichtlich 3. August wird an der Gerner Brücke mit Grünwaldpark und Hubertusbrunnen immer freitags von 20 bis 1 Uhr ein MucAware-Team vor Ort sein, im Englischen Garten südlich des Monopteros immer samstags von 20 bis 2 Uhr.
Kontakt per E-Mail an mucaware@muenchen.de.