Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung lässt derzeit im Auftrag des Stadtrats mit einer Machbarkeitsstudie untersuchen, ob und in welchem Umfang im Münchner Norden ein lebenswertes Stück Stadt entstehen kann. Ziel ist es, herauszufinden, welche Flächen sich unter anderem für Wohnbebauung, Arbeitsplätze, Schulen sowie neue Grün- und Freiräume eignen und welche Flächen unbebaut bleiben sollten. Teil der Machbarkeitsstudie ist eine Ideenwerkstatt im November. Bei dieser Ideenwerkstatt erarbeiten fünf interdisziplinäre Planungsteams Ideen und Visionen dafür aus, wie eine mögliche künftige Entwicklung im Münchner Norden aussehen könnte.
Die Untersuchung der Entwicklungsmöglichkeiten im Münchner Norden basiert auf den Handlungsfeldern des Stadtentwicklungsplans 2040. Weil sich die Stadt weiterhin dynamisch entwickelt, muss sie bezahlbaren Wohnraum nicht nur erhalten, sondern auch neuen schaffen. Deshalb plant die Stadt unter anderem neue, zukunftsfähige Quartiere am Stadtrand. Zugleich stellt sie aber auch sicher, dass es ausreichend Grün- und Freiräume für Begegnung, Erholung, Spiel und Sport, Gartenbau und die Landwirtschaft gibt. Und sie kümmert sich um die Sicherung wichtiger ökologischer Funktionen etwa für den Wasserhaushalt, den Luftaustausch, die biologische Vielfalt und die Anpassung an den Klimawandel.
Der Ideenwerkstatt sind unterschiedliche Informations-, Dialog- und Beteiligungsangebote für die Öffentlichkeit vorgeschaltet. Darin können die Menschen Anregungen für eine mögliche Entwicklung geben, auf Defizite hinweisen, aber auch darauf, was ihnen besonders am Herzen liegt. „Unser Leitbild ist die Stadt im Gleichgewicht“, sagte Stadtbaurätin Professorin Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk bei einem Pressegespräch am Montag. Den Auftakt der Angebote für die Öffentlichkeit macht ein Infoabend über die Entwicklungsmöglichkeiten in Feldmoching-Ludwigsfeld am Donnerstag, 6. Juni, 17.30 bis 21 Uhr, in der Mehrzweckhalle an der Georg-Zech-Allee 15 in Feldmoching. An diesem Abend werden unter anderem erste Erkenntnisse aus den Untersuchungen vorgestellt, der Planungsprozess inklusive der Ideenwerkstatt erläutert und über die weiteren Formate für die Öffentlichkeit informiert.
Sowohl die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen als auch aus den verschiedenen öffentlichen Dialogformaten in den kommenden Wochen und Monaten werden den Planungsteams für die Ideenwerkstatt zur Verfügung gestellt. Die Ideenwerkstatt selbst ist ein Format, das die Stadt München zum ersten Mal einsetzt. Fünf Planungsteams erarbeiten eine Woche lang Ideen und Visionen für die künftige Entwicklung im Münchner Norden. Im Gegensatz zu einem klassischen Ideenwettbewerb können sich die Planungsteams zu ihren Entwürfen austauschen und gemeinsam Ideen entwickeln. Außerdem ermöglicht sie eine engere Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit und anderen Beteiligten. Am letzten Tag der Ideenwerkstatt ist eine öffentliche Abschlussveranstaltung geplant, bei der die Planungsteams ihre Visionen für den Münchner Norden präsentieren. Alle Interessierten können die Ergebnisse der Ideenwerkstatt diskutieren und bewerten. Das Feedback wird dann an ein Expert*innengremium weitergeleitet, das eine Empfehlung ausspricht, wie die Planungskonzepte vertieft werden sollen. Erst nach dieser Überarbeitung wird festgelegt, ob und wie der Planungsprozess weiter gestaltet werden kann. Die finalen Entwürfe der Ideenwerkstatt fließen in die Machbarkeitsstudie ein. Der Stadtrat entscheidet auf Basis der Machbarkeitsstudie über das weitere Vorgehen. Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich, eine barrierefreie Toilette ist vorhanden. Weitere Infos zum Münchner Norden unter muenchen.de/norden.
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Von links nach rechts: Anne Hogeback (Leiterin HA I/5, PlanTreff), Michael Bacherl (Leiter HA II/6, Sonderplanungen), Stadtbaurätin Professorin Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk und Torsten Brune (Leiter PLAN-HA I/4, Räumliche Entwicklungsplanung) beim Pressegespräch zur Stadtentwicklung im Münchner Norden. (Foto: Ingo Trömer/Referat für Stadtplanung und Bauordnung)