Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer hat einer Delegation der Stadtverwaltung aus Seoul unter anderem den Max-Joseph-Platz und das Konzept für dessen Interimsgestaltung erläutert. Die Kolleg*innen aus Seoul hatten das Baureferat um Informationen zur Platzgestaltung des Max-Joseph-Platzes als bedeutenden historischen Stadtplatz gebeten sowie allgemein dazu, wie München seine Innenstadtplätze gestaltet, bespielt, pflegt und weiterentwickelt. Gemeinsam mit Kolleginnen aus der für das Thema Platzgestaltung zuständigen Hauptabteilung Gartenbau führte die Baureferentin die Delegation vom Odeonsplatz über den Max-Joseph-Platz, zum Marienhof, weiter über den Marienplatz, zum Rindermarkt und schließlich auf den St.-Jakobs-Platz.
Dabei erläuterte das Baureferat die Ist-Situationen und im Falle von Max-Joseph-Platz, Marienhof und Stadtmuseum Ansätze und Konzepte für die zukünftige Gestaltung. Im Zuge der Sanierung und Erweiterung des Stadtmuseums etwa entsteht im zuvor als reine Park- und Bewirtschaftungsfläche genutzten Innenhof ein neuer, überdachter öffentlicher Raum, der vom Rindermarkt über das neue Portal zugänglich sein wird und eine attraktive Fußwegeverbindung zum Sebastian- und Jakobsplatz schafft und das innerstädtische Platzensemble erweitert.
Federführend organisiert wurde die Plätzeführung aus der „Balanced development policy division“ der südkoreanischen Hauptstadt. Die Behörde zeichnet für eine ausgewogene Entwicklung und Gestaltung der mehr als neun Millionen Einwohner zählenden Metropole verantwortlich. Das Interesse der sechsköpfigen Delegation drehte sich insbesondere um das Thema Gestaltungswettbewerbe, Klimaanpassung, aber auch um praktische Belange wie etwa die Anzahl und Pflege der Münchner Zier- und Trinkbrunnen, Barrierefreiheit oder die sogenannte Münchner Bodenplatte, der Standardbelag der Münchner Gehwege.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Den Kolleg*innen aus Seoul näherbringen zu können, welche Gedanken wir uns hier über die Zukunft der Münchner Innenstadt und die Gestaltung unserer bedeutenden Plätze machen, empfinde ich als Bereicherung. Augenscheinlich treffen wir insbesondere mit dem Interimskonzept zum Max-Joseph-Platz einen Nerv und sorgen auch weit über die Stadtgrenzen hinaus für ein positives Echo. Gleichzeitig zeigt dieser Austausch aber auch, dass sich städtische Behörden kontinenteübergreifend mit denselben universellen Themen wie Klimaanpassung oder Barrierefreiheit auseinandersetzen. Es sich lohnt sich daher immer, miteinander ins Gespräch zu kommen, um voneinander zu lernen.“
Hinweis für Redaktionen: Fotos vom Besuch der südkoreanischen Delegation gibt es bei der Pressestelle des Baureferats unter presse.bau@ muenchen.de.