Das Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, zeigt in der nächsten Ausgabe der Reihe „Open Scene“ am Donnerstag, 27. Juni, um 19 Uhr den Dokumentarfilm „Das Trojanische Pferd“ zum umstrittenen Großbauprojekt Stuttgart 21 aus dem Jahr 2022 von Klaus Gietinger. Der Film schildert die Entstehung von Stuttgart 21 als Immobilen-, Tunnel- und Bauprojekt, als Zerstörung eines funktionierenden Bahnhofs seit der Planung 1994. Neben der Chronologie geht es um den Widerstand der Stuttgarter Bevölkerung, der zu den am längsten andauernden Bürgerprotesten Deutschlands zählt.
Klaus Gietinger lässt sowohl Gegner als auch Befürworter des Projekts zu Wort kommen, befragt Expert*innen, junge Klimaaktivist*innen, Künstler und Kabarettisten. Der Protest richtet sich auch gegen immer längere und teurere Tunnel und damit eine sich weiter verschlechternde Klimabilanz des gesamten Projekts. Das „Trojanische Pferd“ steht hier symbolisch auch für weitere Tunnelprojekte in Deutschland.
Durch den Film führt die junge Moderatorin Soraya Abtahi. Der Regisseur Klaus Gietinger ist bei der Vorführung zu Gast und steht für eine Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung.
Der Eintritt kostet 4 Euro, 3 Euro bei Mitgliedschaft im MFZ. Der Kartenvorverkauf ist an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.