Der Architekt Dietrich Fink wird für sein außerordentliches Engagement und seine besonderen Verdienste um die Stadt München mit dem Architekturpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Über die Vergabe hat der Kulturausschuss des Stadtrats nach Vorberatung durch eine Jury entschieden. Die jüngst erschienene Publikation „Städtische Architektur 2004 – 2024, Lehre und Forschung Dietrich Fink“ dokumentiert dessen umfangreiches Schaffen eindrucksvoll.
Der mit 10.000 Euro dotierte Architekturpreis der Landeshauptstadt München wird alle drei Jahre für das herausragende Gesamtwerk von Architekt*innen (beziehungsweise Teams) verliehen, die in München oder der Region München leben beziehungsweise eine enge Verbindung zu München als Ort ihres Schaffens haben. Bisherige Preisträger sind unter anderem Günter Behnisch, Sep Ruf, Alexander Freiherr von Branca, Otto Steidle, Heinz Hilmer und Christoph Sattler, Winfried Nerdinger, Bea und Walter Betz, Andreas Hild, Andreas Meck, Nicola Borgmann und zuletzt Andrea Gebhard.
Jurybegründung
„Den Architekten Dietrich Fink leitet in seinem Schaffen wie in der Lehre die Überzeugung, dass eine städtische Architektur sozial, atmosphärisch und funktional als nachhaltiger Baustein für menschliche Interaktion zu bestehen hat. Seinen Anspruch an die Relevanz und Qualität von Architektur hat er auch als Mitglied der Stadtgestaltungskommission der Landeshauptstadt München sowie in zahlreichen Jurys bewiesen.
Im Anschluss an das Studium der Architektur an der TU München gründete er zusammen mit Thomas Jocher das Architekturbüro Fink+Jocher. Nach verschiedenen Gastprofessuren und einer Professur an der TU Berlin bekleidete er ab 2004 den Lehrstuhl für Städtische Architektur an der TU München. Seit 20 Jahren prägt er von dort aus die Stadt. (…) Thematisch auf den Großraum Stadt bezogen, ist sein Wirken zugleich weit gefasst. Beispiele für neu gestaltete Stadtbausteine mit diversifizierten Nutzungsmischungen sind das Stadthaus im Westend unmittelbar neben der Augustiner Brauerei an der Landsberger Straße, der Umbau des erzbischöflichen Ordinariats in München, aber ebenso experimentelle Wohnhäuser in Holzbauweise für Familien, Projekte für kollektives Wohnen für Studierende in Garching oder soziale Stätten wie Schulen und Sporthal- len. Mit dem Architekturpreis für Dietrich Fink wird ein Werk gewürdigt, das die Stadt zu einem in vielerlei Hinsicht besseren Ort macht.“
Die Jurybegründung, Mitglieder der Jury sowie ausführliche Informationen finden sich unter https://stadt.muenchen.de/infos/architekturpreis.html.