Das Referat für Arbeit und Wirtschaft hat dem Stadtrat heute die Ergebnisse einer Arbeitsmarktanalyse für Soziale Arbeit in München vorgestellt, die im Rahmen des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ) erstellt wurde. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass ein Ausbau der Studienplätze für Soziale Arbeit dringend geboten ist, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft hat den Oberbürgermeister daher heute gebeten, sich für den nötigen Ausbau der Studienplätze beim Freistaat Bayern einzusetzen. Soziale Arbeit ist ein breites Beschäftigungsfeld und findet sich in der Kinder- und Jugendhilfe, Suchtberatung, Arbeitsmarktintegration, Altenhilfe, Wohnungslosenhilfe, Bezirkssozialarbeit und dem Gesundheitswesen. Damit kommt der Sozialen Arbeit als Berufsfeld eine wichtige Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu. Schätzungsweise 1.000 offene Stellen in der Sozialen Arbeit gibt es in München derzeit, die Tendenz ist aufgrund des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Bedarfes an Nachbesetzungen stark steigend.
Mehr als 2.500 in Sozialer Arbeit Beschäftigte im Agenturbezirk München sind aktuell 55 Jahre oder älter. Deren Nachfolger müssen jetzt sukzessive ausbildet werden. München ist als Ballungsgebiet und strukturstarke Wirtschaftsregion dabei besonders gefordert, zumal in den sozialen Berufen das mit dem Ausbildungsniveau steigende Missverhältnis zwischen Ausbildung und Bezahlung die Gefahr der Abwanderung gut qualifizierter Beschäftigter in andere Branchen erhöht. Die Erhebung des Referates für Arbeit und Wirtschaft an den Münchner Hochschulen hat ergeben, dass die Nachfrage nach Studienplätzen das Angebot bis zum Vierfachen übersteigt. Insbesondere im Bereich des dualen Studiums zeichnet sich stark erhöhter Bedarf ab.
Informationen zu den Programmen und Projekten des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ) unter www.mbq-projekte.de und www.muenchen.de/mbq.