Der ProfTreff ist 1989 ins Leben gerufen worden, um Kongresswirtschaft und Wissenschaft eine fachübergreifende Kommunikationsplattform zu bieten. In ihren internationalen Verbänden und Gremien setzen sich die Professorinnen und Professoren für München als Tagungs- und Kongressdestination ein. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, Veranstaltungen für München zu gewinnen. Beim diesjährigen ProfTreff standen zwei Themen im Fokus: die 25. Welt-AIDS-Konferenz und die neue Kongressinitiative für die bayerische Tourismuswirtschaft.
Professor Dr. Christoph Spinner, Infektiologe und Pandemieexperte der Technischen Universität München, derzeit als Local Co-Chair bei der 25. Welt-AIDS-Konferenz, berichtete vom Großkongress der International AIDS Society (IAS). Bei der Prävention vor HIV sei mit einem neuen, zweimal jährlich zu verabreichenden Medikament ein Durchbruch erzielt worden. Keine einzige Neuinfektion sei in einer großen Studie beobachtet worden. Dies sei ein Hoffnungsschimmer trotz der Zahlen, die UNAIDS 2024 veröffentlicht habe. Nach wie vor infizierten sich jedes Jahr bis zu 1,3 Millionen Menschen neu mit HIV. Die Anwesenheit von Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Eröffnung habe ein starkes weltpolitisches Signal gesetzt und Deutschlands Bekenntnis im globalen Kampf gegen HIV bekräftigt. Professor Spinners Rat an die Teilnehmenden für die Akquise neuer medizinischer Kongresse lautete, sich mit allen Fragen zur Kongressplanung möglichst zuerst an das Kongressbüro im Referat für Arbeit und Wirtschaft zu wenden. Das entscheidende Element beim Planen und Durchführen von Großkongressen sei das unbedingte Engagement und die Zusammenarbeit aller Protagonisten.
.jpg)
Von links nach rechts: Wolfgang Kerkhoff (Vorsitzender der Munich Congress Alliance MCA), Professor Dr. Christoph Spinner (Infektiologe und Pandemieexperte der Technischen Universität München TUM und Local Co-Chair beim Welt-AIDS-Kongress), Ministerialrätin Dr. Eva Götz (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus) und Clemens Baumgärtner (Referent für Arbeit und Wirtschaft) (Foto: RAW/Klaus Haag)
Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft: „München kann Großveranstaltungen. Forschung, Lehre und Wirtschaft gehen hier ideal Hand in Hand. München punktet darüber hinaus mit dem besonderen Wohlfühlfaktor. Diese Qualitäten der Kongressmetropole haben auch die die IAS überzeugt. Es ist großartig, dass wir mit unseren gemeinsamen Anstrengungen diesen bedeutsamen internationalen Kongress für München gewinnen konnten. Dabei haben auch die Münchner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Schlüsselrolle gespielt.“ Der nationale und internationale Wettbewerb um Kongresse werde immer schärfer. Die kürzlich gestartete Kongressinitiative für die bayerische Tourismuswirtschaft habe das Ziel, neue und zusätzliche Kongresse nach Bayern zu holen, erklärte Ministerialrätin Dr. Eva Götz vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Mit der Kongressinitiative solle der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern gestärkt und der Geschäftstourismus belebt werden. Der Startschuss für die Beantragung des Kongressfonds zur finanziellen Unterstützung von Tagungen und Kongressen in Bayern war am 22. Juli.