Seit 1996 wird in Deutschland am 27. Januar der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. 2005 wurde der Tag von den Vereinten Nationen zum International Holocaust Remembrance Day erklärt. Die Stadt legt aus diesem Anlass am Samstag einen Kranz mit Stadtschleife am Platz der Opfer des Nationalsozialismus nieder.
Das NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, widmet sich am 27. Januar den Schicksalen der Menschen, die unter der NS-Herrschaft unter anderem aus rassistischen, antisemitischen, politischen und religiösen Gründen, aufgrund von Behinderungen oder ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. Es finden ganztägig verschiedene Veranstaltungen statt:
- 11 und 15 Uhr: „Materializing. Zeitgenössische Kunst und die Shoah in Polen“. Interessierte erhalten eine Einführung in die aktuelle Ausstellung „Materializing“, die Arbeiten polnischer Künstler*innen zeigt, die sich mit Erinnerungen und materiellen Spuren des Holocaust auseinandersetzen.
- 14 Uhr: „München und der Nationalsozialismus. Ein Rundgang in Deutscher Gebärdensprache (DGS)“. In seinem Rundgang in Gebärdensprache zeigt Stefan Palta-Müller die Mechanismen von Ausgrenzung und Verfolgung im Nationalsozialismus.
- Ganztätig: Guides geben Auskunft und erwarten Interessierte in der Ausstellung „München und der Nationalsozialismus“ mit Kurzvorträgen und freuen sich auf Fragen sowie Gespräche.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nur für die Rundgänge in Deutscher Gebärdensprache erforderlich und möglich unter nsdoku.muenchenticket.net. Die Plätze für die Rundgänge durch „Materializing“ werden ab 15 Minuten vor Beginn vor Ort vergeben.