Tote Tauben auf dem Dach: GWG und 3. Bürgermeisterin handeln 14 Tage nicht!
Antrag Stadtrats-Mitglieder Sonja Haider, Dirk Höpner und Tobias Ruff (Fraktion ÖDP/München-Liste) vom 15.1.2024
Antwort Stadtbaurätin Professorin Dr. (Univ.Florenz) Elisabeth Merk:
Mit Ihrem Antrag baten Sie die Aufsichtsratsvorsitzende, die Verantwortlichen der Wohnbaugesellschaft anzuweisen, die aufgefundenen Taubenkadaver vom Dach des Gebäudes der GWG in der Lilienstraße 25-49 zu entfernen. Außerdem sollte – soweit möglich – untersucht werden, wie die Tiere verendet sind. Gemeinsam mit den Tierschützer:innen sollen Möglichkeiten eruiert werden, wie künftig ein massenhaftes Taubensterben vermieden werden kann.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, erlauben wir uns, Ihren Antrag als Brief zu beantworten und teilen Ihnen folgendes mit:
Die Münchner Wohnen möchte zunächst ihre uneingeschränkte Unterstützung in allen Belangen des Tier- und Artenschutzes zusichern, von denen sie betroffen ist.
Die Wohnbaugesellschaft ist interessiert an einem friedlichen Zusammenleben zwischen Mensch und Tier in den Quartieren.
Am 1.1.2024 wurden bereits zwei Tauben von der Feuerwehr geborgen und durch die Polizei eine toxikologische Untersuchung veranlasst, da bei der zuständigen Polizeidienststelle Anzeige erstattet wurde. Zunächst war vorgesehen, die Ergebnisse dieser toxikologischen Untersuchung abzuwarten, um mit den weiteren Kadavern entsprechend der daraus resultierenden Empfehlung zu verfahren. Nachdem jedoch bis Ende der KW 3 die Ergebnisse noch immer nicht vorlagen, veranlasste die Münchner Wohnen die Bergung der übrigen Kadaver Anfang der KW 4. Das betroffene Dach in der Lilienstraße wurde in der darauffolgenden Zeit regelmäßig kontrolliert. Weitere Vorfälle dieser Art konnten nicht mehr beobachtet werden.
Den weiteren Fortgang der toxikologischen Untersuchung konnte das Referat für Stadtplanung und Bauordnung auf Nachfrage weder bei der Polizei noch beim Veterinäramt in Erfahrung bringen.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.