Das Screening „Flooding“ findet am Samstag, 7. September, 19 Uhr, im NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, statt und ist Teil von Various Others Munich 2024.
Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die gleichnamige Ausstellung, die 2023 in der Galerie Asortymentna kimnata im ukrainischen Iwano-Frankiwsk sowie in der Galerie 19 in Frankfurt am Main gezeigt wurde. Als work-in-progress thematisiert das Projekt den sogenannten Blutsonntag von Stanislau (heute: Iwano-Frankiwsk), bei dem am 12. Oktober 1941 in der von den Nazis besetzten Stadt zwischen 6.000 und 12.000 Jüdinnen*-Juden ermordet wurden. Der „Blutsonntag“ gilt als Beginn der Massenver- nichtung der jüdischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten Osteuropas. Allein in Iwano-Frankiwsk wurden bis Kriegsende 40.000 bis 120.000 Menschen mit jüdischem Hintergrund getötet.
Das Projekt „Flooding“ entstand im Sommer 2020 aus der künstlerischen Recherche zur Geschichte von Iwano-Frankiwsk, deren Einschreibung in die heutige Stadtlandschaft, kollektive Erinnerung und Verdrängung. Der Rechercheprozess musste mehrere Male unterbrochen werden und es
dauerte mehr als drei Jahre bis zur ersten Ausstellung.
Im Rahmen der Veranstaltung wird der von Nikita Kadan, Roman Khimei und Yarema Malashchuk co-produzierte Film „Flooding“, mit einem Text von Harri Kraievets, Stimmen von Nazgul Shukaeva und Yuriy Izdryk sowie Bewegtbildern von Vadym Khudoliy, gezeigt. Im Anschluss findet ein Gespräch mit den Künstler*innen sowie Alona Karavai, Kuratorin und Mitbegründerin der Galerie Asortymentna kimnata, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Es ist keine Anmeldung notwendig. Infos zur Barrierefreiheit unter www.nsdoku.de/barrierfreiheit.