Auskunft Anzahl Personen mit Geschlechtseintrag „weder männlich noch weiblich“
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Daniel Stanke, Markus Walbrunn und Iris Wassill (AfD) vom 8.6.2024
Antwort Oberbürgermeister Dieter Reiter:
In Ihrer Anfrage vom 8.6.2024 führen Sie Folgendes aus:
„Die Stadtverwaltung gendert entgegen den Anweisungen der Bayerischen Staatsregierung immer noch ihre Vorlagen. Dies wirft die Frage auf, wie viele Personen sich ggf. über nicht gegenderte Vorlagen beschweren würden. Immerhin bedeutet das Gendern, dass die Vorlagentexte durch die dafür notwendigen Wortgebilde und zusätzlichen Formulierungen verlängern, wodurch Kostenmehrungen durch die Befassung mit diesem Thema und die umfangreicheren Druckstücke entstehen.“
Zu den im Einzelnen gestellten Fragen kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Frage 1:
Wie viele Personen sind aktuell in München als nicht dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordenbar gemeldet?
Antwort:
In München sind mit Stand zum 31.12.2023 18 Personen gemeldet, deren Personenstandseintrag nicht „weiblich“ oder „männlich“ ist.
Frage 2:
Wie viele Beschwerden hinsichtlich der Anrede bei der Korrespondenz mit den Bürgern gab es in den Referaten? Wie viele Personen wollten explizit als divers oder mit einer speziellen anderen Anrede statt „Herr“ oder „Frau“ angesprochen werden?
Antwort:
Eine referatsspezifische und detaillierte Auswertung ist kostenintensiv und nicht möglich. Gestatten Sie mir dennoch folgende Bemerkung: Die von der Landeshauptstadt München verwendeten sprachlichen Regelungen entsprechen den gesetzlichen Grundlagen und dem Gleichstellungsgebot der Landeshauptstadt München. Die Landeshauptstadt München wird ihre Schreiben und Veröffentlichungen weiterhin so formulieren, dass alle Menschen dieser Stadt angemessen angesprochen werden.