Auswirkungen der Migration an Münchner Schulen
Anfrage Stadtrats-Mitglieder Daniel Stanke, Markus Walbrunn und Iris Wassill (AfD) vom 13.5.2024
Antwort Stadtschulrat Florian Kraus:
Auf Ihre Anfrage vom 13.5.2024 nehme ich Bezug.
Sie haben Ihrer Anfrage folgenden Text vorausgeschickt:
„Der Migrationsanteil unter den Schülern ist in den Grund- und Mittelschulen beträchtlich, mancherorts liegt er in Münchner Stadtteilen bei über 80% der Schüler. Unter den Gymnasien stechen zwei hervor, die nun in der 5. Jahrgangsstufe aktuell 100%, respektive 97,44% Migrationsanteil ausweisen (Heinrich-Heine-Gymnasium und Rupprecht-Gymnasium).“
Zu den von Ihnen gestellten Fragen kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Frage 1:
Wie erklärt sich der extrem hohe Migrationshintergrund am Heinrich-Heine und Rupprecht-Gymnasium, insbesondere in Anbetracht des großen „Einzugsbereichs“ der beiden Schulen?
Antwort:
Alle Kinder können sich, unabhängig von ihrer Wohnadresse, an einem beliebigen Gymnasium einschreiben, wenn sie die schulischen Voraussetzungen erfüllen. Bezüglich der 5. Jahrgangsstufe am Städt. Heinrich-Heine-Gymnasium liegt ein Eingabefehler durch die Schule in der Datenbank vor, der Migrationsanteil liegt real deutlich unter 100%. Zum Staatlichen Rupprecht-Gymnasium können wir keine Aussage treffen.
Frage 2:
Wie schneiden die beiden Gymnasien bei der Vermittlung von Wissen im Vergleich zu den anderen städtischen Gymnasien ab? (Bitte für die einzelnen städtischen Gymnasien, in den Schuljahren 2018/2019 und folgende, die durchschnittlichen Abiturschnitte sowie die jeweiligen prozentualen An- teile erfolgreicher und nicht-erfolgreichen Abiturprüfungen ausweisen)
Antwort:
Dem Referat für Bildung und Sport liegen ab 2018/19 keine Abiturergebnisse der Schulen vor. Auch die durchschnittlichen Abiturschnitte an staatlichen Gymnasien sind nicht bekannt.
Frage 3:
Mit welchen Maßnahmen wird sichergestellt, dass trotz derart hoher Migrationsanteile an einzelnen Schulen eine Integration in die zumindest noch bundesweit bestehende deutsche Mehrheitskultur sichergestellt wird?
Antwort:
An den städtischen Gymnasien wird Vielfalt als Chance gesehen. Im Sinne der Zielsetzung des Münchner Weges werden daher verschiedene Maßnahmen zum Ausgleich von Nachteilen eingesetzt, die sich aus dem sozialen Hintergrund ergeben.
Frage 4.1:
Welche sonstigen Angebote und Maßnahmen werden seitens der Landeshauptstadt an Schulen in sozialen Brennpunkten bereitgestellt, um potenziell negative Auswirkungen auf den Lernerfolg und die Sicherheit der Schüler einzudämmen?
Antwort:
Förderansätze werden über verschiedene Wege und auf mehreren Ebenen (über die BildungsLokale, über zusätzliche Lehrerwochenstunden oder über zusätzliche Projektmittel) verfolgt (vgl. Münchner Bildungsbericht 2022, https://www.pi-muenchen.de/wp-content/uploads/2023/03/Muenchner-Bildungsbericht-2022-1.pdf).
Frage 4.2:
Welche finanziellen Mittel werden hierfür aufgewandt und an welchen Positionen des städtischen Haushalts sind diese zu finden?
Antwort:
Die Bemessung der für die Integration und Förderung erforderlichen Lehrkräftewochenstunden („Bedarfsorientierte Budgetierung“) basiert auf der Grundlage des Sozialindexes, dem die jeweilige Schule zugeordnet ist. Die erforderlichen Mittel werden jährlich neu bemessen.