München setzt das größte kommunale Bildungsbauprogramm Deutschlands um. Im Jahr 2014 hat es der Stadtrat mit dem Beschluss zum „Aktionsprogramm Schul- und Kita-Bau 2020“ auf den Weg gebracht. Zum zehnjährigen Jubiläum wollen nun das Referat für Bildung und Sport und das Baureferat die beeindruckende bisherige Bilanz der Münchner Bildungsbauoffensive mit einer Kampagne in den Fokus der breiten Öffentlichkeit rücken – und zugleich die mit ihr verknüpften Zukunftsthemen wie Bildungsgerechtigkeit, moderne Pädagogik und Bauwende.
2016 wurde das erste von bislang fünf Schulbauprogrammen beschlossen, parallel wurden Kitabauprogramme initiiert. 2019 folgte die Zusammenführung von Schul- und Kitabauprogrammen. Die Bildungsbauoffensive war notwendig, um schneller auf das Bevölkerungswachstum in der Metropole München und den damit verbundenen massiven Zusatzbedarf an Kita- und Schulplätzen reagieren zu können und die Sanierung von Bestandgebäuden zu beschleunigen. Wesentliche Neuerungen waren die Bündelung von Einzelprojekten zu Bauprogrammen bei gleichzeitiger regelmäßiger Berichterstattung an den Stadtrat, die Entwicklung von baulichen und räumlichen Standards sowie eine neue referatsübergreifende Arbeits- und Entscheidungsstruktur.
Das Gesamtvolumen der bisherigen fünf Schulbauprogramme mit insgesamt 108 Projekten beträgt 8,675 Milliarden Euro. Zusammen mit den 96 Projekten und 496 Millionen Euro aus den bisherigen Kitabauprogrammen investiert die Landeshauptstadt damit weit über 9 Milliarden Euro in Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit – mit erheblichem Mehrwert für die ganze Stadtgesellschaft: Neben Schul- und Kitaplätzen werden auch 200 Sporthalleneinheiten und 13 Schwimmhallen neu geschaffen. Sie werden außerhalb des Schulbetriebs unter anderem den Sportvereinen zur Verfügung gestellt und kommen so der gesamten Bevölkerung zugute.
Eigenes Logo und Kampagne mit drei Themenclustern
Die Kampagne soll mit Headlines wie „Wir bauen Lernhausoasen“ oder „Wir bauen Generationenschulen“ Aufmerksamkeit wecken. Die unterschiedlichen Motive zeigen jeweils eine Kombination aus Schulgebäude, Nutzungssituation und Nutzer*innen. Dabei geht es um drei Themencluster: die historische Investition für die größte kommunale Bildungsbauoffensive Deutschlands, den konkreten Mehrwert für Schüler*innen oder Lehr- und Erziehungskräfte – etwa durch das Münchner Lernhauskonzept sowie die Vorteile für die ganze Stadtgesellschaft.
Die Bildungsbauoffensive bekommt zudem zukünftig ein eigenes Logo: Die Bildmarke setzt sich aus der icon-haft reduzierten Darstellung eines Hauses und dem abstrahierten Symbol eines aufgeschlagenen Buches zusammen. Der Farbverlauf von gelb zu orange steht für den fortlaufenden Prozess der Bildungsbauoffensive.
Die Kampagne läuft ab Mitte Oktober auf muenchen.de, in verschiedenen sozialen Medien sowie auf Großflächenplakaten und digitalen Stelen im Stadtgebiet. Am 19. Oktober, dem Tag der Daseinsvorsorge der Landeshauptstadt München, findet zudem ein Podiumsgespräch mit dem Stadtschulrat und der Baureferentin statt. Ende November folgt dann der Startschuss für eine Ausstellung im Baureferat, die anschließend deutschlandweit auf Tour gehen soll. Im kommenden Jahr folgt die Fortsetzung mit weiteren Aktionen. Die Kampagne soll bis zum zehnjährigen Jubiläum des ersten Schulbauprogrammbeschlusses 2026 weiter vertieft werden.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Die Bildungsbauoffensive ist eine historische Leistung der Landeshauptstadt München und bleibt auch weiterhin wesentlicher Schwerpunkt und zentrales Handlungsfeld der Stadtpolitik. Zum Wohle der Schüler*innen haben wir vor zehn Jahren ein neues Tempo definiert. Das wollen wir in der referatsübergreifenden Arbeitsstruktur unter meiner Leitung beibehalten. Die Bildungsbauoffensive ist eine tolle Teamleistung und sie hat die Wertschätzung der Öffentlichkeit absolut verdient!“
Stadtschulrat Florian Kraus: „Zehn Jahre Bildungsbauoffensive waren höchste Zeit für eine eigene Kampagne. Denn die Errungenschaften der Münchner Schul- und Kitabauprogramme sind von großer Bedeutung für die ganze Stadtgesellschaft. Wir bauen moderne Gebäude für eine moderne Pädagogik – und das in einem enormen Umfang und mit einem enormen Tempo. Darüber hinaus werden die Gebäude und Flächen außerhalb des Schulbetriebs intensiv genutzt – etwa durch die Sportvereine und sonstige Sportgruppen oder für kulturelle Veranstaltungen. Mehrwert für die Schüler*innen und Pädagog*innen gehen Hand in Hand mit dem Mehrwert für die Bürger*innen. Genau so funktioniert eine moderne Bildungsmetropole.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Die Münchner Bildungsbauoffensive ist deutschlandweit einzigartig. Das wollen wir ins Bewusstsein einer breiteren Stadtöffentlichkeit heben. Dabei geht es nicht nur um die Wucht der Bauprogramme, die Dutzenden abgeschlossenen und insgesamt mehr als 200 Schul- und Kitabauprojekte, die das RBS und Baureferat seit 2014 gemeinsam angegangen sind. Unsere Kampagne rückt den Blick darauf, was den Münchner Bildungsbau auszeichnet, das visionäre Standardraumprogramm etwa oder die Nachhaltigkeit der neuen oder sanierten Gebäude. Ein enormer Mehrwert, von dem nicht nur die Jüngsten und die Schulfamilien profitieren, sondern alle Münchner*innen, auch über die lokale Schul- und Kitaversorgung hinaus.“
Kampagnenmotive sowie weitere Fakten zu 10 Jahren Bildungsbauoffensive unter muenchen.de/10-jahre-bildungsbauoffensive.

Stadtschulrat Florian Kraus, Bürgermeisterin Verena Dietl und Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer präsentieren die Kampagne zur Bildungsbauoffensive (Foto: RBS)