Das Jüdische Museum München, Sankt-Jakobs-Platz 16, lädt am Dienstag, 15. Oktober, 19 Uhr, zu einem Vortrag mit dem Autor Peter Neumaier ein. Er stellt sein Buch „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir weiterleben werden! Von München in das Arbeitslager Tiefenort“ mit Briefen seines Onkels von 1937 bis 1945 vor. Die Begrüßung übernimmt Jutta Fleckenstein, die Moderation Dr. Maximilian Strnad.
Am 13. Oktober 1944 wurde Kurt Neumaier, der Onkel des Autors, zusammen mit weiteren circa 150 Münchner sogenannten Halbjuden in das Zwangsarbeitslager Tiefenort in Thüringen deportiert. Er schrieb aus dem Lager Briefe an seine Frau Gretl, die 1944 bei den Münchner Stadtwerken zwangsverpflichtet worden war. Seine täglichen Briefe schildern tagebuchähnlich das Lagerleben, die Arbeitsbedingungen und die Gemütsverfassung der Münchner Häftlinge. Über die Beschreibung der Lagerhaft hinaus werfen die Texte ein erstaunliches und beklemmendes Licht auf das Alltagsleben im Zwangsarbeitslager.
Peter Neumaier wurde 1949 in Frankfurt a. M. geboren. Nach dem Studium der Volkswirtschaft und Politik war er bis 2011 Lehrer an einem Oberstufengymnasium in Wiesbaden. Bis 2013 war er Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Didaktik der Sozialwissenschaften und der politischen Bildung an der Universität Frankfurt.
Eine Veranstaltung von Public History München, Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., RAG München und dem Verlag Hentrich & Hentrich in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München.
Weitere Infos und Anmeldung unter https://t1p.de/Juedisches_Museum. Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei.