Das Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, zeigt von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. Oktober, eine kleine filmische Hommage an die tschechische Filmkünstlerin Ester Krumbachová (1923-1996), die als Kostümbildnerin, Drehbuchautorin und Regisseurin eine der wichtigsten Personen der tschechischen Neuen Welle in den 1960er Jahren war. Die drei Filme laufen in der Originalfassung mit deutschen oder englischen Untertiteln.
Bekannt war Krumbachová unter anderem für ihre Zusammenarbeit mit der Regisseurin Věra Chytilová, für die sie 1966 das Drehbuch für deren provokanten Film „Sedmikrásky“ („Tausendschönchen“) schrieb, sowie für mehrere Spielfilme, die sie mit dem Regisseur Jan Němec realisierte. Sie selbst drehte in ihrem Leben nur einen einzigen Film, „Vražda ing. Čerta“ („Zähmung eines Teufels“, 1970), eine antiromantische Komödie, die den männlichen Chauvinismus auf die Schippe nimmt und sich den Frauen zuwendet, die ihren Spaß haben wollen.
Der Dokumentarfilm „Pátrání po Ester“ („Ester“), den Vera Chytilová 2005 in der Slowakei drehte, beschließt die Reihe am Sonntag. Er zeichnet ein Porträt der Künstlerin, das Esters Krumbachovás Persönlichkeit mit all ihren Widersprüchlichkeiten lebendig werden lässt.
Der Eintritt kostet 4 Euro beziehungsweise 3 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Der Kartenvorverkauf ist online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.